VG-Wort Pixel

Gleichberechtigung Homosexueller New Yorker Erzbischof wirbt für versöhnlichen Ton


Kardinal Timothy Dolan fordert von der katholischen Kirche einen besseren Umgang mit dem Thema Homosexualität. Erst kürzlich hatte der New Yorker Erzbischof selbst gegen die Homo-Ehe gewettert.

Der New Yorker Erzbischof Timothy Dolan hat trotz der Ablehnung der Homo-Ehe versöhnlichere Töne gegenüber Schwulen und Lesben in der römisch-katholischen Kirche gefordert. "Wir müssen es besser machen, damit unsere Verteidigung der Ehe nicht auf eine Attacke gegen Homosexuelle reduziert wird", sagte der 63-Jährige in einem Interview mit dem Sender ABC, das am Sonntag ausgestrahlt wurde.

Dolan gilt als eine der führenden Stimmen der katholischen Kirche in den USA und wurde vor der Papstwahl als möglicher Nachfolger von Benedikt XVI. gehandelt. In einem Gespräch mit dem Sender CBS sagte Dolan, die Kirche habe ein Problem, relevant zu bleiben, während sich die öffentliche Meinung zur Homo-Ehe wandle. Sie hadere damit, ihren Prinzipien treu zu bleiben, ohne Anhänger zu verlieren, die diese Prinzipien immer mehr infrage stellten.

Der Konservative Kardinal hatte zuvor selbst gegen Homo-Ehen gewettert. Er ist seit 2009 Erzbischof von New York, seit 2010 Vorsitzender der US-Bischofskonferenz. Für das Magazin "Time" gehört er zu den "100 einflussreichsten Menschen der Welt".

steh/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker