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Gleichstellungsgesetz Französischer Senat stimmt für Homo-Ehe


Nach zehnstündiger Debatte hat sich der französische Senat für die Homo-Ehe ausgesprochen. Damit rückt die Umsetzung eines der wichtigsten Wahlversprechen von Präsident François Hollande näher.

Nach mehr als zehnstündiger Marathondebatte hat der französische Senat sich mehrheitlich für die Eheschließung homosexueller Paare ausgesprochen. 179 Senatoren stimmten am späten Dienstagabend in Paris für den ersten Artikel eines umfangreichen Gleichstellungsgesetzes, der den Weg für die Homo-Ehe freimacht, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. 157 Senatoren hätten dagegen gestimmt. Endgültig angenommen sei die Regelung jedoch erst, wenn das gesamte Gesetzespaket, das auch ein Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare vorsieht, verabschiedet ist. Die Nationalversammlung hat dem Gesetzentwurf bereits zugestimmt.

Die Homo-Ehe und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare gehörten zu den Wahlversprechen des sozialistischen Präsidenten François Hollande. Die rechtliche Gleichstellung Homosexueller ist in Frankreich jedoch heftig umstritten. In den vergangenen Wochen und Monaten gingen Hunderttausende Franzosen dagegen auf die Straße.

Bereits seit 1999 können homo-, aber auch heterosexuelle Paare in Frankreich eine eingetragene Lebenspartnerschaft (PACS) eingehen - ähnlich der Regelung in Deutschland. Nun sollen in Frankreich aber homosexuelle Paare durch die Ehe und das damit einhergehene Adoptionsrecht heterosexuellen Paaren auf nahezu allen Ebenen gleichgestellt werden.

kave/DPA/AFP DPA

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