Griechenland Erdbeben erschüttert Peloponnes


Naturkatastrophe in Griechenland: Ein Erdbeben der Stärke 6,5 hat den Süden des Landes und die Mittelmeerinsel Kreta erschüttert. Berichte über Schäden und Verletzte liegen nicht vor, aber Wissenschaftler warnen vor Nachbeben.

Ein starkes Erdbeben hat den Süden Griechenlands erschüttert. Das Zentrum lag nach Messungen des seismologischen Instituts von Athen südlich der kleinen Hafenstadt Methoni im Mittelmeer und hatte eine Stärke von 6,5.

Der Erdstoß war im gesamten Süden Griechenlands sowie auf der Mittelmeerinsel Kreta zu spüren. Nach Angaben des Bürgermeisters von Kalamata, Kostas Athanassopoulos, dauerte es ungewöhnlich lange. Die Bewohner seien sehr verängstigt gewesen, sagte er in einem Radiointerview. Viele stürzten in Panik aus ihren Häusern auf die Straße. In Tripoli im Zentrum der Halbinsel wurden Schulen evakuiert, wie der Fernsehsender Net berichtete.

"Eine Flutwelle gab es nicht", sagte der Direktor des seismologischen Instituts von Athen, Giorgos Stavrakakis. "Die Kollegen in den USA hatten das Beben mit einer Stärke von 7,1 bis 7,3 gemessen. Sie haben mittlerweile ihre Messungen korrigiert", sagte Stavrakakis im griechischen Fernsehen. Wissenschaftler warnten vor weiteren starken Nachbeben und mahnten die Bewohner des Peloponnes zur Vorsicht.

In Europa ist Griechenland das am stärksten von Erdbeben betroffene Land. Der Peloponnes war erst im Januar von einem Beben der Stärke 6,5 erschüttert worden. Damals gab es weder Opfer noch große Schäden. 1986 starben bei einem Beben der Stärke 6,2 insgesamt 20 Menschen im Hafen von Kalamata.

In den USA hatten Seismologen auch eine Tsunami-Warnung ausgegeben, die allerdings von keiner Region Griechenlands bestätigt wurde. Südlich der Halbinsel Peloponnes verläuft ein tiefer Graben. Dort stoßen die afrikanische und die europäische Platte aufeinander. Dabei entstehen jährlich hunderte Erdbeben.

Lio/nik/AP/DPA/AFP AP DPA

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