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Griechenland-Krise Ab Montag wird in Griechenland vieles teurer

Griechische Oliven und Pita-Brot auf einem Markt in Berlin
In griechischen Tavernen und Bars beträgt die Mehrwertsteuer auf Essen und Getränke künftig 23 statt 13 Prozent
© Stephanie Pilick/DPA
Die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 13 auf 23 Prozent steht bevor, viele Produkte und Dienstleistungen werden ab Montag teurer. Grundbesitz dagegen wird billiger: Die Krise lockt nun Starinvestoren wie Warren Buffett an.

In Griechenland gilt ab Montag eine deutlich höhere Mehrwertsteuer als bisher. Der Steuersatz für viele Produkte und Dienstleistungen steigt von 13 auf 23 Prozent. Die Erhöhung war vor wenigen Tagen vom griechischen Parlament gebilligt worden und ist eine der Voraussetzungen für den Beginn von Gesprächen mit den Gläubigern des Landes über ein neues Hilfspaket.

In allen Tavernen und Bars etwa werden künftig 23 Prozent für die servierten Getränke und Gerichte fällig. "Unser Ouzo und Moussaka werden ab Montag leider teurer", sagte Kostas Sarafis, ein Kellner in der Taverne "Zorbas" unterhalb der Akropolis von Athen.

Das gilt auch für alle verarbeiteten Lebensmittel wie frisches oder tiefgekühltes Fleisch, Fisch, Kaffee, Tee oder Säfte. Eier, Zucker, Kakao, Reis, Mehl, Milchprodukte wie Eis und Joghurt verteuern sich ebenso wie Düngemittel, Kondome oder Toilettenpapier. Die griechische Finanzpresse schätzte, dass die Mehrwertsteuererhöhung dem Staat bis Jahresende 800 Millionen Euro zusätzlich einbringen könnte.

Warren Buffett investiert in Griechenland

Während vieles teurer wird, werden auch einige Dinge billiger - wie Grundbesitz. Die Krise lockt somit auch Investoren ins Land. Kein geringerer als US-Starinvestor Warren Buffett kauft sich nun in Griechenland ein. Wie "Spiegel Online" meldet, hat der Finanzmann eine Insel in der Ägäis gekauft.

Der Preis lag den Angaben zufolge bei etwa 15 Millionen Euro. Buffett soll die Insel gemeinsam mit dem Immobilienunternehmer Alessandro Proto erstanden haben. Die Kosten für die griechischen Inseln sind infolge der Krise drastisch gesunken, heißt es.

Umfrage: Mehrheit der Deutschen für Grexit

Die Deutschen sind offenbar wenig begeistert davon, dass nun über ein drittes Hilfspaket für Griechenland verhandelt wird. Das legt eine Befragung der Meinungsforscher von YouGov unter 1380 Deutschen nahe, die der "Welt am Sonntag" vorliegt.  

Die knappe Mehrheit der Befragten bewertet den Griechenland-Deal demnach mit "negativ", nur etwa ein Drittel findet ihn positiv. Der Studie zufolge befürworten sogar 48 Prozent der Teilnehmer den Grexit, also einen Ausstieg Griechenlands aus der Euro-Zone.

kis DPA

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