HOME

Irak: Bombe explodiert nach Mittagsgebet

Vor einer sunnitischen Moschee nordöstlich von Bagdad ist eine Bombe detoniert. Fünf Gläubige wurden dabei getötet. In Bagdad selber fand die Polizei zudem sieben Leichen auf der Straße.

Im Irak ist ein Anschlag auf eine sunnitische Moschee verübt worden. Nach Polizeiangaben explodierte eine Bombe am Eingang der Saad-bin-Abiwakkas-Moschee in Chalis nordöstlich von Bagdad. Mindestens fünf Menschen seien dabei getötet und zwölf verletzt worden, viele von ihnen schwer. Zum Zeitpunkt des Anschlags waren die Gläubigen nach dem Mittagsgebet gerade dabei, das Gebäude zu verlassen.

Seit dem Anschlag auf die schiitische "Goldene Moschee" in Samarra am 22. Februar ist es zu mehreren Angriffen auf sunnitische Gotteshäuser gekommen. Der Irak steht seitdem am Rande eines Bürgerkrieges. Schiiten und Sunniten bilden die beiden Hauptströmungen im Islam. Die Schiiten, die im Irak in der Mehrheit sind, wurden unter dem früheren Präsidenten Saddam Hussein, einem Sunniten, unterdrückt. Heute dominieren sie die Politik im Land.

Bombe explodiert in Bäckerei

In einem Bagdader Sunniten-Viertel sind vier Mitarbeiter einer Bäckerei und ein Polizist getötet worden. Die Täter hätten die Beschäftigten mit Maschinenpistolen erschossen, teilte die Polizei mit. Anschließend hätten sie vor dem Gebäude eine Schachtel mit einer darin verborgenen Bombe hinterlassen. Beim Öffnen löste ein Polizist eine Sprengfalle aus, er starb bei der Explosion. Ein anderer Polizist wurde verletzt. Der Vorfall ereignete sich in dem Viertel Saidija.

In dem schiitischen Bezirk Al-Binuk im Norden Bagdads fand die Polizei unterdessen sieben Leichen auf der Straße. Sie waren an den Händen gefesselt und wiesen Einschusslöcher am Kopf auf - beides typische Kennzeichen von Attentaten, wie sie häufig in dem Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten im Irak verübt werden.

Reuters / Reuters
Themen in diesem Artikel