Irak Raketen und Panzerfäuste auf den Straßen von Bagdad: Über die Gefahr eines Bürgerkriegs

Irak, Bagdad: Bewaffnete Mitglieder von Saraya al-Salam ("Friedenskompanie"), dem militärischen Flügel des schiitischen Geistlichen Al-Sadr, fahren in einem Fahrzeug während Zusammenstößen mit irakischen Sicherheitskräften in der Grünen Zone
Irak, Bagdad: Bewaffnete Mitglieder von Saraya al-Salam ("Friedenskompanie"), dem militärischen Flügel des schiitischen Geistlichen Al-Sadr, fahren in einem Fahrzeug während Zusammenstößen mit irakischen Sicherheitskräften in der Grünen Zone
© Ameer Al-Mohammedawi/dpa
Anfang der Woche drohte die Lage im Irak zwischen schiitischen Gruppen zu eskalieren. Irak-Kenner Thomas Schmidinger über den Mann hinter den Protesten in Bagdad, die Rolle der USA und die Gefahr eines drohenden Bürgerkrieges.

Herr Prof. Schmidinger, in der Nacht auf Dienstag kamen bei Kämpfen zwischen schiitischen Gruppen im Regierungsviertel in Bagdad über 30 Menschen zu Tode. Mittlerweile haben die Protestler die "Green Zone" wieder geräumt – wie gefährlich ist die Lage noch?
Was ich von Freunden in Bagdad höre, hat sich die Situation vorerst beruhigt. Gestern konnten die Menschen wieder normal zur Arbeit gehen. Gleichzeitig muss man sich aber klarmachen, dass das nur ein Waffenstillstand ist. Die rivalisierenden Truppen sind nach wie vor bewaffnet und vor Ort. Zudem sind die politischen Probleme, die den Konflikt befeuert haben, ungelöst. Die Kämpfe können jederzeit wieder aufbrechen.

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