HOME

Irak: Isis-Extrimisten exekutieren 21 Menschen

Die extremistischen Isis-Kämpfer gehen im Irak weiterhin mit vollster Brutalität vor. Mehrere Menschen wurden hingerichtet. Das benachbarte Jordanien versetzt seine Streitkräfte in Alarmbereitschaft.

Islamistische Aufständische haben in zwei westirakischen Städten 21 Menschen hingerichtet. Das wurde am Sonntag von Offizieren und Ärzten mitgeteilt. Die Exekutionen erfolgten demnach am Samstag und Sonntag in den Städten Rawa und Ana, die von Kämpfern der Dschihadistengruppe Islamischer Staat im Irak und in Großsyrien (Isis) gestürmt worden waren.

Bei den Getöteten handelte es sich den Angaben zufolge um Repräsentanten der bisherigen Autoritäten. Die irakische Armee hatte sich nach eigenen Angaben aus "taktischen" Gründen aus Rawa und Ana zurückgezogen. Die Dschihadisten im Irak eroberten in den vergangenen Tagen mehrere große Städte. Hunderttausende Iraker flohen vor den Kämpfen.

Auch bei Gefechten mit Rebellen starben am Wochenende mehrere Soldaten der irakischen Armee

Auch bei Gefechten mit Rebellen starben am Wochenende mehrere Soldaten der irakischen Armee

Jordanien hat mittlerweile seine Streitkräfte an der Grenze zum Nachbarland mobilisiert. Das Königreich habe "Dutzende" Verbände entlang der Grenze aufgeboten, verlautete am Sonntagabend aus Militärkreisen in Amman. Berichten zufolge sollen Kämpfer der Isis-Milizen die Stadt Rutba auf der Straße von Bagdad nach Amman und einen strategisch wichtigen Grenzübergang nach Jordanien eingenommen haben.

Am Sonntagabend traf US-Außenminister John Kerry zu Krisengesprächen mit seinem jordanischen Kollegen Nasser Dschudeh in Amman ein. Kerry kam aus Kairo, der ersten Station einer Nahost- und Europareise, in deren Mittelpunkt die Krise im Irak steht.

ono/AFP/DPA / DPA