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Irak: Japanische Geisel vermutlich tot

Der seit Anfang Mai vermisste Japaner Akihito Saito ist vermutlich tot. Eine irakische Extremistengruppe verbreitete im Internet Bilder eines toten Mannes asiatischer Herkunft.

Ein im Irak verschwundener Japaner ist offenbar ums Leben gekommen. Der irakische Staatsminister für Nationale Sicherheit, Abdelkarim al-Anesi, verurteilte am Samstag die Ermordung des Japaners Akihito Saito. Die Übergangsregierung in Bagdad habe sich bemüht, sein Leben zu retten. Der japanische Verteidigungsminister Yoshinori Ohno hatte zuvor erklärt, die Geiselnahme habe keine Auswirkungen auf den Einsatz der 550 japanischen Soldaten im Irak.

In einer Erklärung im Namen der Extremistengruppe Ansar al-Sunna hieß es, der kürzlich entführte Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma, Akihiko Saito, sei tot. Der Erklärung, die in einem Islamistenforum im Internet veröffentlicht wurde, war das Bild einer Leiche beigefügt. Die Extremisten hatten nach der Geiselnahme erklärt, Saito sei bei einem bewaffneten Angriff verletzt worden, bei dem Kämpfer von Ansar al-Sunna weitere Ausländer und Iraker getötet hätten.

Bruder bestätigt Vermutungen

Ein Vertreter des japanischen Außenministeriums wurde am Abend (Tokioter Ortszeit) mit den Worten zitiert, man sei leider gezwungen, zu glauben, dass es sich bei dem Mann auf der Webpage der Gruppe um Saito handelt. Unterdessen erklärte auch der jüngere Bruder des Opfers, Hironobu Saito, dass es sich um seinen Bruder handele. Im Irak sind bei Razzien amerikanischer und irakischer Truppen sowie bei Terroranschlägen am Freitag und Sonnabend wieder mehrere Menschen ums Leben gekommen.
DPA / DPA