Der Bundespräsident schlägt andere Töne an als die Regierung. Trump verlängert sein Ultimatum, die Angriffe gehen aber weiter. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Newsblog.
Wichtige Updates
Eugen Epp
Der Angriff auf den Iran sei „ein politisch verhängnisvoller Fehler” und „ein wirklich vermeidbarer, unnötiger Krieg, wenn sein Ziel denn war, den Iran auf dem Weg zur Atombombe zu stoppen”, sagt Steinmeier weiter.
„Das Völkerrecht ist kein alter Handschuh, den wir abstreifen sollten, wenn andere es tun”, warnt der Bundespräsident. „Im Gegenteil: Es ist überlebenswichtig für alle, die sich nicht zu den Großmächten zählen.”
„Das Völkerrecht ist kein alter Handschuh, den wir abstreifen sollten, wenn andere es tun”, warnt der Bundespräsident. „Im Gegenteil: Es ist überlebenswichtig für alle, die sich nicht zu den Großmächten zählen.”
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Eugen Epp
Bundespräsident Steinmeier verurteilt Irankrieg
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kritisiert den Krieg der USA und Israels gegen den Iran als „völkerrechtswidrig”. „Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen”, sagt Steinmeier in seiner Festrede zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts. Damit schlägt Steinmeier einen anderen Ton an als die Bundesregierung, die bisher vermieden hat, den Krieg als völkerrechtswidrig einzustufen.
„„Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig – daran gibt es wenig Zweifel““Frank-Walter Steinmeier
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Eugen Epp
Im Nordwesten Irans sind bei der Bombardierung eines Wohnviertels mindestens sechs Menschen getötet worden. Neun weitere Menschen seien bei dem Luftangriff in Tabris verletzt worden, berichten iranische Medien übereinstimmend. Betroffen ist ein Stadtteil im Norden sowie ein Platz im Südwesten der iranischen Millionenmetropole. Nutzer in den sozialen Medien berichten von schweren Explosionen in der Großstadt, die sich gegen 02.00 Uhr nachts vor Ort ereigneten.
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Eugen Epp
US-Angriffe gehen weiter
Die Verschiebung des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump um fünf Tage gilt einem Medienbericht zufolge explizit nur für Angriffe auf iranische Energieanlagen. Militärische Ziele, die Marine, Raketen und die Rüstungsindustrie seien von dem Stopp ausgenommen und würden somit weiter angegriffen, zitiert das Nachrichtenportal "Semafor" einen US-Regierungsvertreter.
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Eugen Epp
Die israelische Armee hat in der Nacht weitere Angriffe auf den Libanon geflogen. Dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge sind bei einem Luftangriff in der Ortschaft Bschamun südöstlich der Hauptstadt zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge haben israelische Kampfjets zudem sieben Gebiete am südlichen Stadtrand der Hauptstadt Beirut attackiert.
Das in einer bergigen und mehrheitlich von der Minderheit der Drusen bevölkerten Region Aley gelegene Bschamun liegt außerhalb der etablierten Hochburgen der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz, die Israel üblicherweise attackiert.
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Eugen Epp
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert ein Ende der Kampfhandlungen im Nahen Osten. „Es ist von größter Bedeutung, dass wir zu einer ausgehandelten Lösung kommen, die den Kampfhandlungen, die wir im Nahen Osten beobachten, ein Ende setzt”, sagt von der Leyen während eines Besuchs in Canberra anlässlich der Unterzeichnung eines Handelsabkommens zwischen Australien und der EU.
Von der Leyen verweist insbesondere auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Krieges. „Wir alle spüren die Folgewirkungen auf die Gas- und Ölpreise in unseren Unternehmen und unseren Gesellschaften“, sagt die EU-Kommissionspräsidentin.
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Matthias Urbach
Die israelische Armee hat erneut Ziele in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Angriffe visierten Infrastruktur der pro-iranischen Hisbollah-Miliz an, erklärte die israelische Armee. Zuvor hatte die Armee die Bewohner südlicher Vororte von Beirut zur Evakuierung aufgerufen.
Live-Aufnahmen von AFPTV zeigten Rauchwolken über den südlichen Vororten Beiruts. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von einer Reihe von Angriffen in dem Gebiet. In und um Beirut seien niedrig fliegende israelische Kampfflugzeuge zu hören gewesen. NNA meldete außerdem weitere israelische Angriffe im Südlibanon.
Live-Aufnahmen von AFPTV zeigten Rauchwolken über den südlichen Vororten Beiruts. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von einer Reihe von Angriffen in dem Gebiet. In und um Beirut seien niedrig fliegende israelische Kampfflugzeuge zu hören gewesen. NNA meldete außerdem weitere israelische Angriffe im Südlibanon.
Die israelische Armee richtete zudem einen Evakuierungsaufruf an die Bewohner von zwei Küstenstädten nahe der südlibanesischen Stadt Tyrus.
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Kai Müller
Selenskyj: Russland liefert dem Iran Geheimdienstinformationen
Der ukrainische Militärgeheimdienst verfügt nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj über unwiderlegbare Beweise dafür, dass Russland dem Iran Geheimdienstinformationen liefert. Russland nutze dafür seine eigenen Fähigkeiten zur elektronischen Aufklärung sowie Daten von Partnern aus der Region. Dies helfe dem Iran, präzisere Angriffe auszuführen, und verlängere den Krieg im Nahen Osten, erklärt Selenskyj auf X.
Die Regierung in Moskau hat in der vergangenen Woche einen Bericht des „Wall Street Journal“ über die Weitergabe von Satellitenbildern und Drohnentechnologie an den Iran als Falschmeldung zurückgewiesen.
Die Regierung in Moskau hat in der vergangenen Woche einen Bericht des „Wall Street Journal“ über die Weitergabe von Satellitenbildern und Drohnentechnologie an den Iran als Falschmeldung zurückgewiesen.
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Thomas Krause
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht nach eigenen Angaben mit US-Präsident Donald Trump über den Iran. Trump sehe eine Chance auf eine Einigung mit der Regierung in Teheran, teilt Netanjahu in einer Videobotschaft mit. Der US-Präsident glaube an die Möglichkeit,„die gewaltigen Errungenschaften der israelischen und der US-Streitkräfte zu nutzen, um die Kriegsziele in einem Abkommen zu verwirklichen – einem Abkommen, das unsere lebenswichtigen Interessen wahren wird", sagt Netanjahu weiter.
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Thomas Krause
Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich fordert eine Ausweitung des israelischen Territoriums auf große Bereiche des Südlibanon. Die neue israelische Grenze müsse der Fluss Litani sein, sagte der Politiker am Montag in einem Radiointerview. Smotrich, der einer kleinen rechtsextremen Partei angehört, erhebt oft Forderungen, die nicht der Regierungslinie von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu entsprechen. Eine Stellungnahme von Netanjahus Büro lag zunächst nicht vor.
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Thomas Krause
Lufthansa fliegt bis Herbst nicht nach Nahost
Die Airlines des Lufthansa-Konzerns meiden wegen des Iran-Kriegs viele Ziele in Nahost noch für längere Zeit. Einzelne Flughäfen wie Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran sollen bis zum 24. Oktober nicht mehr angeflogen werden, wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilt. Es führt dafür Sicherheitsrisiken und betriebliche Gründe an. Eine kürzere Frist wählt in dieser Flughafen-Gruppe nur die Direktflugtochter Eurowings, die Beirut und Erbil zunächst nur bis zum 30. April ausgesetzt hat.
Die genannten Fristen gelten für die Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss und Lufthansa Cargo. Die Flughäfen in Dubai und Tel Aviv sollen sie bis zum 31. Mai nicht anfliegen. Frachtflüge der Lufthansa Cargo und Eurowings-Passagierflüge in Israels Metropole pausieren zunächst bis zum 30. April.
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Thomas Krause
Zwei weitere unter der Flagge Indiens fahrende Tanker haben nach indischen Angaben die vom Iran faktisch blockierte Straße von Hormus passiert. Die „Jag Vasant“ und die „Pine Gas“, die zusammen etwa 92.000 Tonnen Autogas (LPG) geladen haben, würden voraussichtlich zwischen Donnerstag und Samstag indische Häfen erreichen, erklärt das indische Schifffahrtsministerium. Zwei weitere indische Tanker hatten die strategisch und wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus bereits zuvor passiert.
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Thomas Krause
Das israelische Militär greift weiter im Libanon an. Bei einem Angriff nahe der Hauptstadt Beirut habe die Armee ein Mitglied der iranischen Revolutionsgarden getroffen, teilt das israelische Militär mit. Das libanesische Gesundheitsministerium sagt, dass eine Person getötet worden sei.
Der Angriff ereignete sich in Hasmieh, einem gehobenen, christlichen Vorort der Hauptstadt Beirut. Dort hat die proiranische Hisbollah für gewöhnlich keine Präsenz. Augenzeugen berichteten von einer lauten Explosion. Panik sei unter den Anwohnern ausgebrochen. Der Angriff erfolgte ohne vorherige Warnung. Hasmieh liegt in der Nähe des Verteidigungsministeriums und des Präsidentenpalastes, dem Amtssitz von Präsident Joseph Aoun.
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Thomas Krause
Iran widerspricht Trump wegen Gesprächen
Die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner verhandeln einem Axios-Bericht zufolge mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Baker Kalibaf. Das teilt ein Reporter des US-Nachrichtenportals auf der Plattform X mit. Ein israelischer Insider sagt demnach, die in dem Krieg vermittelnden Länder versuchten, noch in dieser Woche ein Treffen zwischen Kalibaf, Witkoff, Kushner sowie US-Vizepräsident JD Vance in Islamabad einzuberufen.
Doch Kalibaf widerspricht umgehend: Es gebe keine Gespräche mit den USA, schrieb Mohammad Bagher Kalibaf auf X. Trump verbreite "Fake News", um die Ölmärkte zu beruhigen.
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Thomas Krause
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) fordert im Iran-Krieg ein Ende der Angriffe auf „essentielle Infrastruktur“. „Was wir in den vergangenen Tagen im Nahen Osten gesehen haben, droht einen Punkt zu erreichen, an dem es kein Zurück mehr gibt“, erklärte IKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric. Sie warnte vor möglichen „irreversiblen Folgen“, darunter Schäden an Atomanlagen.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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