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Irans Revolutions-Feier Teherans gespaltener Blick nach Ägypten


Bei den iranischen Revolutions-Feierlichkeiten schweifen Mahmud Ahmadinedschads Gedanken nach Ägypten. Der Präsident vergleicht den Umbruch mit den Geschehnissen im eigenen Land vor 32 Jahren. Die Opposition hingegen sieht die Massenproteste als Fortsetzung der Demonstrationen vor zwei Jahren im Iran.

Hunderttausende Menschen haben sich am Freitag im Zentrum der iranischen Hauptstadt Teheran zu der offiziellen Kundgebung zur Feier des 32. Jahrestages der Iranischen Revolution versammelt.

Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat in einer Rede Solidarität mit den "islamischen Demonstranten" in Ägypten bekundet. Die Proteste in Tunesien und gegen den ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak seien ein islamischer Aufbruch ähnlich der Revolution im Iran 1979, sagte er am Freitag in einer vom Staatsfernsehen übertragenen Rede. "Bald wird es einen neuen Nahen Osten geben, in dem es keinen Platz für arrogante Mächte gibt", sagte er mit Blick auf Staaten des Westens. Auf den Straßen des Landes riefen Demonstranten anlässlich des Gedenkens an den Sturz des von der US-Regierung unterstützten Schahs "Tod für Amerika" und "Tod für Israel".

Die Opposition vergleicht die Massenaufstände in Nordafrika dagegen mit den Demonstrationen gegen die iranische Regierung vor mehr als einem Jahr. Die Ahmadinedschad bei der Präsidentenwahl 2009 unterlegenen Kandidaten Mehdi Karrubi und Mirhossein Musawi beantragten eine Genehmigung für eine Kundgebung am Montag zur Unterstützung der Proteste in Tunesien und Ägypten.

liri/Reuters/AFP Reuters

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