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Luftangriffe gegen schiitische Miliz: Militär bombardiert erneut Huthi-Stellungen im Jemen

Saudi-Arabiens Luftwaffe hat erneut schwere Angriffe gegen Stellungen der Huthi-Rebellen und deren Verbündete im Nachbarland Jemen geflogen. Die Miliz soll unterdessen US-Bürger festhalten.

Die Militärallianz um Saudi-Arabien hat am Sonntag Augenzeugen zufolge ihre Bombenangriffe auf Stellungen der Huthi-Rebellen im Jemen fortgesetzt. Es seien unter anderem ein Luftwaffenstützpunkt in der Nähe des Flughafens von Sanaa sowie eine weitere Militäreinrichtung in der Hauptstadt getroffen worden. Der Fernsehsender der Huthis, Al-Masira, berichtete seinerseits von 25 Luftangriffen der Allianz in den Provinzen Saada und Hadscha, die an der Grenze zu Saudi-Arabien liegen. Die Region werde außerdem von Bodentruppen des Königreichs unter Artilleriebeschuss genommen. Eine Stellungnahme der saudiarabischen Behörden lag zunächst nicht vor.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen nahmen im September die im Norden gelegene Hauptstadt ein und rückten rasch nach Süden vor. Seit mehr als zwei Monaten bombardiert eine Allianz sunnitischer Staaten Stellungen der Huthis, um dem ins Exil geflohenen Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi wieder zur Macht zu verhelfen. Saudi-Arabien befürchtet, dass sein Erzrivale Iran durch einen Sieg der Huthis im Jemen auf der Arabischen Halbinsel Fuß fassen könnte.

US-Bürger im Jemen festgehalten

Mehrere US-Bürger werden unterdessen nach Angaben aus Regierungskreisen in Washington im Jemen festgehalten. Es werde alles dafür getan, um sie zu befreien, sagte am Sonntag ein Vertreter des US-Außenministeriums. Nach Informationen der Zeitung "Washington Post" befinden sich mindestens vier US-Bürger in der Gewalt der schiitischen Huthi-Miliz. Das State Departement bestätigte diese Angaben zunächst nicht.

mka/Reuters/AFP / Reuters