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Jemen: Präsident Salih kehrt in sein Land zurück

Jemens Präsident Salih ist zurück in seinem Heimatland. Der umstrittene Herrscher hatte sich zuvor drei Monate lang in Saudi-Arabien von den Folgen eines Bombenanschlags erholt.

Nach rund dreieinhalb Monaten Abwesenheit ist der jemenitische Präsident Ali Abdallah Salih in seine Heimat zurückgekehrt. Salih landete am frühen Freitagmorgen am Flughafen der Hauptstadt Sanaa, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Flughafenkreisen erfuhr. Zuvor hatte das jemenitische Staatsfernsehen die Rückkehr Salehs vermeldet.

Salih war am 3. Juni bei einem Angriff auf seinen Palast in der Hauptstadt Sanaa verletzt worden, einen Tag später wurde er zur medizinischen Behandlung unter anderem von Verbrennungen in ein Militärkrankenhaus in der saudiarabischen Hauptstadt Riad eingeliefert. Das Krankenhaus verließ er bereits Anfang August, seitdem hielt er sich offiziellen Angaben zufolge zur weiteren Genesung in Saudi-Arabien auf.

Salih ist seit 33 Jahren im Jemen an der Macht. Gegen seine Führung richtet sich seit rund acht Monaten eine Protestbewegung, die von heftigen Kämpfen begleitet wird. Seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen Anhängern und Gegnern des Präsidenten in Sanaa am Sonntag wurden fast hundert Menschen getötet.

Am Freitagmorgen hielten die Gefechte im Stadtteil Hasaba im Norden Sanaas weiter an, wie Anwohner berichteten. Nach Angaben eines Arztes wurden auf dem Platz des Wandels, dem Zentrum der Proteste, in der Nacht zum Freitag zwei Menschen beim Einschlag von Granaten getötet.

kng/DPA/AFP / DPA
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