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Angst vor Huthi-Rebellen: Jemens Präsident Hadi soll aus Aden geflohen sein

Unruhe im Jemen: Aus Angst vor den schiitischen Huthi-Rebellen soll Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi die Hafenstadt Aden verlassen. Sein Berater dementiert jedoch entsprechende Meldungen.

Die aus dem Norden stammenden Huthi-Rebellen waren seit dem Sommer auf Sanaa vorgerückt

Die aus dem Norden stammenden Huthi-Rebellen waren seit dem Sommer auf Sanaa vorgerückt

Sie rücken immer weiter vor. Nur noch rund 50 Kilometer stehen die schiitischen Huthi-Rebellen im Südjemen vor dem Zufluchtsort von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi.. Der soll jetzt auf der Flucht sein.

"Präsident Hadi hat Aden in Richtung Ausland verlassen", hieß es zunächst aus dem Umfeld des Präsidenten. Der Staatschef verließ demnach mit einem Hubschrauber den Präsidentenpalast al Maatschik in Aden, um an einem nicht genannten Ort Zuflucht zu suchen. Ein Berater korrigierte kurze Zeit später, dass der Präsident noch in Aden sei, aber an einem "sicheren Ort".

In der Nacht zum Mittwoch hatten die Aufständischen nach Angaben lokaler Quellen die Kontrolle über die Luftwaffenbasis Al-Anad nördlich von Aden übernommen. Erst vor vier Tagen hatten die USA aus Sicherheitsgründen eigene in der jemenitischen Basis stationierte Soldaten abgezogen. Al-Anad wurde in der Vergangenheit von den USA als Drohnen-Stützpunkt im Anti-Terror-Kampf genutzt. US-Soldaten trainierten dort zudem jemenitische Spezialeinheiten.

Die Huthis beherrschen seit Monaten große Teile des Nordjemens sowie die Hauptstadt Sanaa. Dort hatten sie Hadi und Teile der Regierung über Wochen festgesetzt. Ende Februar floh Hadi in die südliche Hafenstadt Aden und versucht von dort, die Macht im Land wiederzuerlangen. Seit dem Wochenende rücken die Huthis gen Süden vor.

jek/DPA/AFP / DPA
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