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Kampf um Sirte Rebellen gewähren Zeit für Flüchtlinge


Die libyschen Rebellen stehen vor den Toren der Stadt Sirte, einer der letzten treuen Hochburgen des gestürzten Diktators Gaddafi. Statt Sirte zu überollen, haben die Führer der Rebellen eine letzte Schonfrist verhängt. Dennoch, ihr Ton ist unmissverständlich.

Die Truppen des libyschen Übergangsrates wollen den Zivilisten in Sirte noch bis Donnerstag Zeit geben, die Stadt zu verlassen. "Militärisch wäre es für uns kein Problem, die Stadt jetzt schon komplett einzunehmen", sagte ein Sprecher der Truppe. "Aber wir wollen eine große Zahl ziviler Opfer vermeiden, denn letztlich sind die Einwohner von Sirte unsere Nachbarn."

Die "Revolutionäre" kontrollierten bislang den Hafen, eine Kaserne sowie mehrere Vororte. Ins Zentrum der Stadt seien sie aber noch nicht vorgedrungen. Der Kommandeur sagte, der Übergangsrat sei sicher, dass sich Mutassim al Gaddafi, einer der Söhne von Ex-Machthaber Muammar al Gaddafi, in Sirte aufhalte. "Das wissen wir aus dem von uns abgefangenen Funkverkehr", sagte er.

Wo sich Gaddafi selbst aufhält, ist unbekannt. Er wird in der Wüste unweit der Stadt Gadames vermutet.

ono/DPA DPA

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