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News des Tages: Spanien lehnt Vermittlung im Katalonien-Konflikt ab

Anklage gegen Frauke Petry +++ Russischer Geheimdienst warnt vor neuem Terrornetzwerk +++ Katalonien will Unabhängigkeit in wenigen Tagen ausrufen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Spanien: Demonstration in Barcelona

Gegner der Unabhängigkeit Kataloniens tragen spanische Nationaflaggen während einer Demonstration in Barcelona

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 22.46 Uhr: Spanien lehnt Vermittlung im Katalonien-Konflikt ab +++

Die spanische Regierung lehnt eine Vermittlung im Streit um die Unabhängigkeit Kataloniens ab. "Die Regierung wird über nichts Illegales verhandeln und wird keine Erpressung hinnehmen", erklärte das Büro des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy am Mittwochabend in Madrid. Gespräche werde es erst geben, wenn der katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont die Unabhängigkeitsbestrebungen aufgebe.

+++ 21.38 Uhr: Neue Festnahme bei Anti-Terror-Ermittlungen in Paris +++

Nach dem Fund von vier Gasflaschen im vornehmen 16.
Stadtbezirk von Paris haben Anti-Terror-Ermittler einen sechsten Menschen in Gewahrsam genommen. Das bestätigten Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur in Paris. Die Flaschen waren am vergangenen Samstag in und vor einem mehrstöckigen Wohnhaus gefunden worden. Es gab laut Medienberichten Vorrichtungen, um die Behälter in Brand zu setzen, dazu habe auch ein Mobiltelefon gehört.

Warum das Haus Ziel einer potenziellen Attacke war, ist bisher ungeklärt. Innenminister Gérard Collomb hatte gesagt, dass einer der Verdächtigen den Behörden als radikalisiert bekannt gewesen war. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen.

+++ 21.29 Uhr: Trump lädt Las-Vegas-Überlebende ins Weiße Haus ein +++

US-Präsident Donald Trump hat in Las Vegas verletzte Opfer des Massakers besucht. "Wir sind für euch da", sagte er am Mittwoch nach einem Besuch im University Medical Center und teilte mit, dass er Überlebende ins Weiße Haus eingeladen habe. Trump würdigte mit seiner Frau, First Lady Melania, an seiner Seite den Mut vieler Opfer, die trotz eigener Verletzungen zuerst anderen geholfen hätten, bevor sie Hilfe für sich suchten. Den Ärzten und Krankenpflegern bescheinigte er, einen "unglaublichen Job" geleistet zu haben. "Wir haben ein großartiges Land", sagte Trump. 

+++ 20.40 Uhr: Frau in Neuss angeschossen - Beziehungstat vermutet +++

Eine junge Frau ist im rheinischen Neuss angeschossen und dabei an der Schulter verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei schoss ein Täter am Mittwochnachmittag an einem Platz vor einem Mehrfamilienhaus mehrfach auf die 25-Jährige. Das Opfer wurde in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand den Angaben zunächst nicht. Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus. Die Fahndung nach einem Verdächtigen dauerte am Abend an.

+++ 19.37 Uhr: Messerangriff in Psychiatrie - Polizisten erschießen 45-Jährigen +++

 In einer psychiatrischen Klinik in Hamburg-Bergedorf ist ein Patient von der Polizei erschossen worden, nachdem er Ärzte bedroht und Beamte mit einem Messer angegriffen hat. Der 45 Jahre alte Deutsche sei auf die Polizisten losgegangen und habe einen von ihnen leicht verletzt. Daraufhin gaben am Mittwoch der 36 Jahre alte Beamte und sein 28 Jahre alter Kollege Schüsse ab, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der Patient habe schwere Verletzungen erlitten. Nach einer Notoperation sei sein Zustand zunächst stabil gewesen. Er starb jedoch am Abend, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der 45-Jährige war den Angaben zufolge auf eigene Veranlassung in die Klinik gekommen. Ärzte untersuchten ihn und hielten eine Einweisung zur stationären Behandlung für erforderlich. Ein Richter habe dem zugestimmt. Als dem Patienten der Beschluss mitgeteilt wurde, habe er plötzlich zwei vermutlich mitgebrachte Messer in den Händen gehabt.
Angesichts der Eskalation hätten die Ärzte die Polizei gerufen.

Der verletzte Beamte wurde ambulant versorgt. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen, wie die Polizeisprecherin weiter sagte. Wegen des Schusswaffengebrauchs wurde, wie in solchen Fällen üblich, das Dezernat Interne Ermittlungen eingeschaltet.

+++ 19.34 Uhr: Schweden gewährt 106-jährigem Afghanen nun doch Bleiberecht +++

Die schwedischen Behörden haben einem 106-jährigen Afghanen ein Bleiberecht gewährt, nachdem sein Asylantrag im Mai bereits abgelehnt worden war. Wie das in Asylfragen zuständige Gericht in Göteborg am Mittwoch mitteilte, darf der bettlägerige und fast blinde Bibikahl Uzbeki nun für weitere 13 Monate im Land bleiben, bevor sein Aufenthaltsrecht erneut verlängert werden kann. "Aus humanitärer Sicht wäre es schockierend, ihn dazu zu verpflichten, in sein Geburtsland zurückzukehren", begründeten die Richter ihr Urteil. Sie verwiesen neben dem hohen Alter des Betroffenen auch auf seinen sich verschlechternden Gesundheitszustand.

Im Mai war der Asylantrag des 106-Jährigen abgelehnt worden. Das Ausländeramt hatte damals gegenüber der schwedischen Zeitung "Svenska Dagbladet" betont, dass "ein fortgeschrittenes Alter keinen Schutz rechtfertige". Der Fall hatte in Schweden für Aufsehen gesorgt. 

+++ 17.35 Uhr: UN-Generalsekretär: Hilfe für Karibik nach Wirbelstürmen zu gering +++

Die Weltgemeinschaft hat die von Wirbelstürmen verwüsteten Karibikinseln nach Ansicht von UN-Generalsekretär António Guterres nicht ausreichend unterstützt. "Ich muss leider berichten, dass die Reaktion alles in allem schlecht gewesen ist. Ich dränge Geber, in den kommenden Wochen großzügiger zu reagieren", sagte Guterres am Mittwoch zu Reportern in New York. Die Welt sei verpflichtet, kleinen Inselstaaten zu helfen, die sich an "unausweichliche Klimaauswirkungen" anpassen.

In den vergangenen Wochen hatten die ungewöhnlich starken Hurrikane "Harvey", "Irma" und "Maria" Teile der Karibik und der USA schwer verwüstet. Seitdem hätten die Vereinten Nationen und deren Partner unter andere 16 Tonnen Lebensmittel, drei Millionen Tabletten zur Trinkwasseraufbereitung, 3000 Wassertanks und 2500 Zelte in die Region geliefert, sagte Guterres. Die UN hätten Geberländer für die kommende Zeit um Spenden von rund 114 Millionen Dollar (97 Mio Euro) gebeten.

+++ 16.45 Uhr: Mord vor mehr als 30 Jahren: Angeklagter schweigt +++

Zum Auftakt des Prozesses um einen Mord an einem Rentner vor gut 30 Jahren hat sich der Angeklagte am Mittwoch in Schweigen gehüllt, die Vorwürfe vor dem Landgericht München I jedoch nicht bestritten. Die Anklage wirft dem heute 56-Jährigen vor, im Januar 1986 den alten Mann in dessen Wohnung erschlagen zu haben. Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte der homosexuelle 80-Jährige den damals 25-Jährigen in seine Wohnung eingeladen, um sich gegen Geld und Verpflegung sexuell befriedigen zu lassen. Ein Gutachter sagte aus, der alte Mann habe seinen Gast zunächst festgehalten. Dadurch habe sich der Tatverdächtige bedrängt gefühlt, nach einem Aschenbecher und einer Parfümflasche gegriffen und auf den älteren Mann eingeschlagen. Nach der Tat soll er mit der Geldbörse des Opfers geflohen sein. Seit November 2016 sitzt der Angeklagte in Untersuchungshaft.

+++ 16.15 Uhr: Russischer Geheimdienst warnt vor neuem Terrornetzwerk +++

Der russische Geheimdienst hat angesichts wachsenden Drucks auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vor der möglichen Gründung eines neuen globalen Terrornetzwerks gewarnt. Da der IS in Syrien und im Irak so gut wie besiegt sei, sei dies das strategische Ziel der Anführer mehrerer Terrorgruppen, sagte Alexander Bortnikow, Direktor des Inlandsgeheimdienstes FSB, am Mittwoch im südrussischen Krasnodar. "Derzeit läuft eine Umverteilung der Kräfte und Mittel durch die Anführer der internationalen Terrororganisationen", sagte Bortnikow bei einem Treffen der russischen Sicherheitsorgane. Die Gruppen hätten vor allem instabile Regionen im Blick und könnten dort neue Krisenherde schaffen. 

+++ 15.36 Uhr: UN-Ermittler haben Hinweise auf weiteren Giftgas-Angriff in Syrien +++

UN-Ermittler haben nach eigenen Angaben Hinweise auf einen weiteren Giftgasangriff in Syrien. Ende März sei bei einem "Vorfall" in einem Dorf im Nordwesten des Landes das Nervengift Sarin eingesetzt worden, fünf Tage vor einer Sarin-Attacke in Chan Scheichun mit mehr als 80 Toten, sagte der Generaldirektor der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Ahmet Üzümcü, der Nachrichtenagentur AFP. Eine Analyse von Proben habe die "Existenz von Sarin" belegt.    

+++ 15.34 Uhr: Brunftschreie jagen Urlauber in Österreich Angst ein  +++

Die lückenhaften Biologie-Kenntnisse eines Urlauberpärchens haben in Österreich einen Einsatz der Bergrettung ausgelöst. Die Touristen aus Tschechien waren zu Fuß auf dem Rückweg vom Schafberg am Wolfgangsee ins Tal, als sie furchterregende Tierlaute hörten, berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten". Aus Angst, es seien Bären, flüchteten sich die jungen Wanderer in eine Hütte und setzten einen Notruf ab. Sieben Männer der Bergrettung brachen auf, um dem Paar zu Hilfe zu eilen. Im Unterschlupf angekommen, klärten sie die Touristen über das Missverständnis auf: Bei den Lauten handelte es sich um Brunftschreie von harmlosen Hirschen. "Dem jungen Mann war die Sache sichtbar peinlich", so ein Retter. Im Salzkammergut wurde der letzte Bär 2009 gesichtet.

+++ 15.26 Uhr: Brennender Mann aus dem Göteborger Dom gestorben +++

Ein am Dienstag in der Domkirche von Göteborg in Brand geratener Mann ist an seinen schweren Verletzungen gestorben. Die Polizei bestätigte einen entsprechenden Bericht der schwedischen Zeitung "Göteborgs Posten". Demnach konnte der ältere Mann nicht mehr verhört werden. Man wisse daher noch nicht, ob er sich absichtlich anzündete oder aus Versehen zu nah an die Kerzen in der Kirche geriet. Die Flammen hatten sich auch im Dom ausgebreitet, konnten aber laut Polizei schnell gelöscht werden. Der Mann rannte dem Zeitungsbericht zufolge brennend aus der Kirche. Draußen hätten ihm Passanten geholfen - letztlich vergeblich.

+++ 15.17 Uhr: Kaninchen fliegt offenbar aus der Luft auf Windschutzscheibe +++

Als sie mit rund 120 Stundenkilometern auf der Autobahn 24 in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs war, ist einer 70-jährigen Autofahrerin ein Kaninchen offenbar aus der Luft auf die Windschutzscheibe geflogen. Möglicherweise habe ein Greifvogel das Kaninchen geschlagen und es dann im Beuteflug verloren, vermutete die Polizei in Ludwigslust. Die Beamten nahmen den Vorfall, der sich bereits am Dienstag ereignete, als Wildunfall zur Anzeige. Die Fahrerin kam mit dem Schrecken davon. An der Frontscheibe entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren hundert Euro.

+++ 14.50 Uhr: Mutter und Tochter tot in Auto gefunden - Ursache unklar +++

Eine Mutter und ihre kleine Tochter sind am Mittwoch in Erfurt tot in einem Auto entdeckt worden. Laut Polizei fand der Lebensgefährte der Frau die beiden Toten. Zunächst war völlig unklar, wie die 43-Jährige und ihr dreijähriges Kind starben. Die Staatsanwaltschaft ließ die Leichname beschlagnahmen und ordnete eine Obduktion an. Deren Ergebnis werde möglicherweise erst am Donnerstag vorliegen, sagte ein Polizeisprecher. Der Lebensgefährte der Frau hatte den Wagen am Rand eines Fahrradweges entdeckt und die Rettungsleitstelle informiert. Derzeit werde in alle Richtungen ermittelt. "Wir gehen von einem nichtnatürlichen Tod aus." Dabei sei ein sogenannter erweiterter Suizid nicht ausgeschlossen.


+++ 14.30 Uhr: Deutscher kommt in der Türkei wieder auf freien Fuß +++

Ein wegen politischer Vorwürfe festgenommener Deutscher ist in der Türkei wieder freigelassen worden. Der deutsch-türkische Staatsangehörige sei am 26. Mai inhaftiert worden, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Mittwoch. Damit würden nun noch elf Deutsche wegen politischer Vorwürfe in dem Nato-Land im Gefängnis sitzen. Nach Kenntnis des Außenamts wurde keine Ausreisesperre über den Mann verhängt worden.

Die elf inhaftierten Deutschen sitzen wegen des Verdachts politischer Straftaten ein, etwa wegen mutmaßlicher Unterstützung von Terroristen oder Putschisten. Darunter sind der "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel und der Menschenrechtler Peter Steudtner. Die Inhaftierungen sorgen - neben anderen Streitpunkten - für schwere Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei.

+++ 13.43 Uhr: Nach Fund von Baby in Papierkorb: Drei Jahre Haft für Mutter +++

Nach dem Tod ihres Säuglings, der leblos im Abfallkorb einer Bushaltestelle in Schleswig-Holstein gefunden worden war, muss die Mutter drei Jahre in Haft. Das Kieler Landgericht sprach die 23-jährige Eritreerin am Donnerstag wegen Totschlags durch Unterlassen schuldig. Der Staatsanwalt hatte fünf Jahre Freiheitsstrafe für die Mutter gefordert, die Verteidigerin hatte auf Freispruch plädiert.

Nach eigener, von Weinkrämpfen begleiteter Aussage wurde die junge Frau auf ihrer Flucht nach Deutschland in Libyen gefangen genommen und wochenlang vergewaltigt. Sie wurde schwanger, verheimlichte das aber.

Ihr Kind gebar die Frau laut Anklage zwischen dem 10. und 13. Oktober 2015, ohne es zu versorgen. Der Leichnam wurde am 15. Oktober in dem Papierkorb in Sülfeld im Kreis Segeberg gefunden. Laut Gutachten starb der Säugling nach spätestens 30 Minuten an Unterkühlung und Atemstillstand. Das kleine Mädchen wurde von der Kirche auf den Namen Teresa getauft und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung bestattet. 

+++ 13.29 Uhr: 55-Jähriger erschwindelte 3,6 Millionen Euro - Prozess beginnt +++

Mit der Aussicht auf eine angeblich hohe Millionenerbschaft, gefälschten Dokumenten, E-Mails und Behördenschreiben soll sich ein 55-Jähriger rund 3,6 Millionen Euro erschwindelt haben. Der Angeklagte aus dem schleswig-holsteinischen Norderstedt habe elf Investoren vorgetäuscht, er brauche das Geld, um das angebliche Millionenerbe eines kinderlosen Ehepaares aus London antreten zu können, sagte der Staatsanwalt am Donnerstag bei Prozessbeginn vor dem Kieler Landgericht. Die Geschädigten lockte der 55-Jährige demnach mit einer gewinnbringenden Vergütung, zusätzlich zur Rückzahlung der Darlehen.

+++ 13.15 Uhr: Bundesverfassungsgericht verhandelt über Numerus Clausus für Medizinstudium +++

Die Studienplatzvergabe im Fach Medizin steht vor dem Bundesverfassungsgericht auf dem Prüfstand. Der Erste Senat des höchsten deutschen Gerichts in Karlsruhe befasste sich am Mittwoch in der mündlichen Verhandlung mit dem Numerus Clausus für ein Medizinstudium. Hintergrund für das Verfahren ist, dass es weitaus mehr Bewerber als Studienplätze gibt. Ein Urteil wird erst in einigen Wochen erwartet.

+++ 12.35 Uhr: Bundestagsfraktionen beraten über künftige Sitzordnung +++

Eineinhalb Wochen nach der Bundestagswahl beraten die Fraktionen über die künftige Sitzordnung im Parlament sowie die Aufteilung von Abgeordnetenbüros und Fraktionsräumen. Dazu wollte der sogenannte Vor-Ältestenrat des Parlamentes mit Vertretern der aktuell sechs Fraktionen am Mittwoch eine Einigung ausloten. Ob es bereits in dieser ersten Runde eine Einigung gibt, war zu Beginn der  Gespräche offen. Der "Vor-Ältestenrat" tagt unter Leitung des scheidenden Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU), bis der neue Bundestag nach der Wahl zu seiner ersten Sitzung zusammenkommt und der eigentliche Ältestenrat des Parlaments neu gebildet wird. Die konstituierende Sitzung des neuen Bundestags muss spätestens am 24. Oktober, am 30. Tag nach der Bundestagswahl, erfolgen.

+++ 12.30 Uhr: Tief "Xavier" bringt Sturm und Regen +++

Sturm, Regen und deutlich sinkende Temperaturen - es wird ungemütlich herbstlich in den kommenden Tagen. Schuld ist Tief "Xavier", das vor allem im Norden auch Unwetterpotenzial besitzt, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch vorhersagte.

In einem breiten Streifen von Niedersachsen und dem nördlichen Nordrhein-Westfalen bis nach Brandenburg und Sachsen gibt es am Donnerstag schwere Sturmböen. Bei Gewittern sind orkanartige Böen möglich. Weil viele Bäume noch Laub tragen, warnt der DWD vor regionalen Sturmschäden mit Folgen für den Straßen- und Bahnverkehr. 

+++ 12.07 Uhr: "Bild": Erster AfD-Politiker folgt Petry steigt aus Bundestags-Fraktion aus +++

Eine Woche nach dem Austritt von Frauke Petry aus der AfD-Bundestagsfraktion folgt ihr offenbar ein weiteres Mitglied. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, ist Mario Mieruch mit sofortiger Wirkung aus der Fraktion ausgetreten. Seine Begründung laut "Bild": der Rechtsruck der Partei.


+++ 11.55 Uhr: Chemie-Nobelpreis für Kryo-Elektronenmikroskopie +++

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an Jacques Dubochet (Schweiz), des gebürtigen Deutschen Joachim Frank (USA) und Richard Henderson (Großbritannien) für die Entwicklung der Kryo-Elektronenmikroskopie für spezielle Anwendungen. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit.

+++ 11.33 Uhr: Anklage gegen Frauke Petry +++

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen die frühere AfD-Politikerin Frauke Petry Anklage wegen des Verdachts auf Meineid erhoben. Ihr wird vorgeworfen, am 12. November 2015 als Zeugin vor dem Wahlprüfungsausschuss des sächsischen Landtages in Dresden falsch ausgesagt und ihre Angaben beeidet zu haben, teilte die Justizbehörde am Mittwoch in Dresden mit. Der Landtag hatte unlängst die Immunität von Petry aufgehoben. Sie war in der vergangenen Woche aus der Fraktion und der AfD ausgetreten.

Konkret geht es um Aussagen Petrys zu Darlehen der Landtagskandidaten für die Finanzierung des Wahlkampfes der AfD bei der sächsischen Landtagswahl 2014. Laut Staatsanwaltschaft soll sie gesagt haben, dass die Kandidaten nach einer erfolgreichen Landtagswahl hätten entscheiden können, ob die Darlehen zurückgezahlt oder in eine Spende umgewandelt werden sollen. Diese Angaben der Zeugin sollen den Darlehensverträgen widersprechen, wonach ein Landtagskandidat für den Fall seiner Wahl auf die Rückzahlung des Darlehens verzichtet, hieß es. Die Staatsanwaltschaft in Dresden hatte gegen die frühere AfD-Bundes- und Landesvorsitzende mehr als ein Jahr ermittelt. 


+++ 10.40 Uhr: SPD wirft Merkel Verschleppung von Jamaika-Gesprächen vor +++

Die SPD wirft Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel vor, aus Rücksicht auf die CSU und die Niedersachsen-Wahl die Jamaika-Gespräche mit Grünen und FDP hinauszuzögern. "Dass sich die zukünftigen Schwampel-Koalitionäre zieren, sich zu Sondierungsgesprächen zu treffen, ist Theaterdonner vor der Niedersachsen-Wahl", sagte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. In Niedersachsen wird am 15. Oktober gewählt. Merkel sei trotz der erheblichen CDU-Verluste Vorsitzende der stärksten Partei: "Es ist deshalb ihre Pflicht, jetzt zu Sondierungsgesprächen einzuladen, um eine Regierung zu bilden." Deutschland stehe innen- und außenpolitisch vor großen Herausforderungen. Die SPD werde in die Opposition gehen, bekräftigte Heil: "Unsere Verantwortung ist es, als stärkste Oppositionskraft unseren Beitrag zum Gelingen der parlamentarischen Demokratie zu leisten."

+++ 10.35 Uhr: Zigarette löste Wohnhaus-Brand im Elsass aus +++

Eine Zigarette soll die Ursache für den Wohnhausbrand mit mehreren Toten im Elsass gewesen sein. Ein 28-Jähriger habe zugegeben, eine Kippe in den Treppenflur geworfen zu haben, berichtete die Regionalzeitung "L'Alsace" am Mittwoch. Bei dem Feuer in Mulhouse starben in der Nacht von Sonntag auf Montag vier Kinder und ein Erwachsener. Acht weitere Menschen wurden verletzt, drei von ihnen schwer. Der Verdächtige sitzt nun in Untersuchungshaft, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Er wohnt selbst in dem mehrstöckigen Sozialbau und wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft bereits wegen Brandstiftungsdelikten verurteilt. Ermittler hatten ihn bereits am Montag festgenommen.

+++ 10 Uhr: stern exklusiv: Gläubiger fordern von Becker 61 Millionen Euro +++


+++ 9.35 Uhr: Razzia gegen Mafia in Italien und Deutschland +++

Eine großangelegte Razzia gegen die Mafia läuft aktuell in mehreren Regionen Italiens und auch in Deutschland. Wie die italienische Nachrichtenagentur "Ansa" online berichtet, würden Beamte der Finanzpolizei und der Carabinieri mehrere Personen verhaften, die dem Clan Rinzivillo angehören sollen. 35 Verhaftungen erfolgten dem Bericht zufolge auf Sizilien, im Latium, der Lombardei, in Piemont sowie in der Emilia-Romagna statt. Zwei Personen sollen zudem in Köln verhaftet worden sein. Güter in Wert von elf Millionen Euro wurden laut "Ansa" beschlagnahmt.

+++ 8.22 Uhr: Sportwagen überschlägt sich auf Autobahn und landet auf Landstraße +++

Ein junger Mann ist mit seinem Sportwagen auf einer regennassen Autobahn nahe Weimar in Thüringen zu schnell gefahren, sodass er sich mehrmals überschlug und schließlich auf einer benachbarten Landstraße landete. Der 23-Jährige durchbrach bei dem Unfall zwischen den Anschlussstellen Weimar und Apolda auf der Autobahn 4 die Leitplanke und wurde wie sein Beifahrer schwer verletzt, wie die Polizei in der Nacht mitteilte. Die Landstraße befindet sich unterhalb der Autobahn. Beide Insassen wurden mit schweren Verletzungen in ein Klinikum eingeliefert. Der Wagen erlitt einen Totalschaden.

Nach dem Unfall: der zerbeulte Porsche 911 Carrera

Nach dem Unfall: der zerbeulte Porsche 911 Carrera


+++ 4.07 Uhr: Lammert zu AfD: "Parlament ist kein Jagdrevier" +++

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat die neu ins Parlament eingezogenen AfD-Abgeordneten ermahnt, ihr Mandat ernst zu nehmen. "Das erfordert eine sprachliche Disziplin in der Debatte, die die Bedeutung eines Parlamentes erkennen lässt und nicht Provokationen anstelle von Kooperationen setzt", sagte er der "Welt". Mit Blick auf die Äußerung des Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland, die AfD werde Kanzlerin Angela Merkel (CDU) jagen, fügte Lammert hinzu: "Ein Parlament ist kein Jagdrevier."

+++ 2.41 Uhr: Zahl der Toten nach Hurrikan "Maria" in Puerto Rico steigt auf 34 +++

Fast zwei Wochen nach dem Durchzug von Hurrikan "Maria" ist die Zahl der Toten in Puerto Rico auf 34 gestiegen. Das teilte Gouverneur Ricardo Rosselló nach einem Besuch von US-Präsident Donald Trump mit. Zuvor gingen die Behörden von 16 Todesopfern aus. Allerdings sind weite Teile der Karibikinsel noch immer abgeschnitten. Information gelangen nur sehr langsam zu den Verantwortlichen in der Hauptstadt. Zuvor hatte Trump bei seinem Besuch noch die aus seiner Sicht relativ niedrige Opferzahl in Puerto Rico hervorgehoben. 

+++ 2.40 Uhr: Britischer Außenminister sorgt mit Bemerkung über Tote in Libyen für Empörung +++

Der britische Außenminister Boris Johnson hat mit einer flapsigen Bemerkung über Tote in für Empörung gesorgt. Johnson sagte beim Parteitag der konservativen Tories in Manchester, Libyen könne zu einem attraktiven Ziel für Touristen und Investoren werden - vorher müssten in der Küstenstadt Sirte aber erst "die Leichen weggeräumt werden".

berichtete seinen Parteifreunden über einen Besuch in Libyen im August. Seinen Angaben zufolge sind britische Unternehmen daran interessiert, in Sirte zu investieren. Die Heimatstadt des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi war bis zur Rückeroberung durch Regierungstruppen im Dezember das letzte größere Gebiet in Libyen, das von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) kontrolliert worden war.

+++ 1.37 Uhr: Alle drei Milliarden Nutzerkonten bei Yahoo 2013 gehackt +++ 

Vom massiven Hacker-Angriff auf Yahoo im Jahr 2013 waren alle drei Milliarden Nutzerkonten bei dem Internet-Konzern betroffen. Bisher war von einer Milliarde Accounts die Rede gewesen - und schon damit war es der Daten-Diebstahl mit dem größten Ausmaß.

Man habe kürzlich neue Informationen erhalten, die auf mehr Betroffene schließen ließen, teilte der neue -Eigentümer, der Telekom-Anbieter Verizon, in der Nacht mit. Unter den gestohlenen Daten seien keine Passwörter im Klartext sowie keine Kreditkarten- oder Kontoinformationen, bekräftigte Verizon. Nach bisherigen Informationen waren darunter aber unter anderem E-Mail-Adressen.

+++ 1.10 Uhr: Katalonien will in wenigen Tagen die Unabhängigkeit erklären +++

Katalonien will binnen weniger Tage seine Unabhängigkeit von Spanien erklären. Das sagte der Chef der Regionalregierung Carles Puigdemont dem britischen Sender BBC. Seine Regierung werde Ende dieser Woche oder Anfang nächster Woche handeln, so Puigdemont. Ein mögliches Eingreifen der Zentralregierung in Madrid halte er für einen Fehler, sagte er weiter. Derzeit bestehe kein Kontakt zwischen der Regionalregierung von Katalonien und Madrid.

+++ 0.45 Uhr: USA sollen laut Verteidigungsminister an Atomabkommen mit Iran festhalten +++

Nach Ansicht von US-Verteidigungsminister James Mattis sollten die USA an dem Atomabkommen mit dem festhalten.

"Wenn wir bestätigen können, dass der Iran sich an das Abkommen hält, und wenn wir sicherstellen können, dass dies in unserem Interesse ist, dann sollten wir natürlich daran festhalten", sagte Mattis in Washington. Zum jetzigen Zeitpunkt sei dies der richtige Weg.

US-Präsident Donald Trump hatte mit einem Rückzug aus dem Abkommen gedroht, wonach Teheran auf die Entwicklung von Kernwaffen verzichtet. Das Abkommen war 2015 nach jahrelangen Verhandlungen zwischen dem Iran und sechs Weltmächten zustande gekommen. Trump nannte die Vereinbarung wiederholt eine der schlechtesten, die die USA je unterzeichnet hätten.

pg / DPA / AFP