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Kapstadt: Buschbrände bedrohen Urlaubsparadies

700 Hektar Buschland brennen am Tafelberg in Kapstadt - eine Frau ist in den Flammen ums Leben gekommen. Schuld an den Bränden soll ein Brite sein, der seine Zigarette unachtsam entsorgt haben soll.

In Südafrika lodern heftige Buschfeuer. Am Tafelberg in Kapstadt, dem Touristenzentrum des Landes, waren die Brände am Donnerstag auf rund 700 Hektar Buschland ausgebrochen. Unter dem Verdacht der Brandstiftung stand am Freitag ein 36-jähriger Brite vor Gericht. Mit einer Zigarettenkippe soll er das Feuer ausgelöst haben - er darf das Land vorerst nicht verlassen.

Bei den Bränden ist eine britische Touristin ums Leben gekommen. Die 65-Jährige war mit ihrer Tochter auf dem Berg in der Nähe von Kapstadt gewandert, wie die Polizei mitteilte. Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden zwei andere Touristen aus Großbritannien ins Krankenhaus gebracht.

Drei Deutsche entkamen dem Feuer auf dem Tafelberg unverletzt. Ein 36-jähriger Brite wurde wegen Verdacht auf Brandstiftung festgenommen.

Die Feuer bedrohten bis zum Donnerstagabend Vororte von Kapstadt. Mittlerweile ist es der Feuerwehr gelungen, die Brände dank des abflauenden Windes unter Kontrolle zu bringen. Dennoch lag noch am Freitagmittag dichter Rauch über der Stadt, wie der nationale Rundfunk berichtet.

Die ersten Bewohner kehrten am Morgen in den betroffenen Wohnvierteln in ihre Häuser zurück. "Ein Großteil von Kapstadt hat enormes Glück gehabt", erklärte der Leiter der ebenfalls von den Flammen bedrohten Deutschen Schule in Kapstadt, Christian Wendt. Das am Rande des Tafelbergs gelegene Internat der Schule war am Vorabend ebenso wie zahlreiche Privathäuser vorsorglich evakuiert worden.

DPA / DPA