HOME

Friedensnobelpreis an Malala Yousafzai: "Kinder bewegen die Welt"

Der Friedensnobelpreis für die 17-Jährige Malala Yousafzai löst weltweit Begeisterung aus. Bei Twitter war ihre Auszeichnung schon mittags Top-Thema. Eine Übersicht über die Reaktionen.

Vor etwas mehr als zwei Jahren haben die Taliban versucht sie zu töten, nun wurde Malala Yousafzai für ihr Engagement mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Weltweit hat ihre Auszeichnung große Begeisterung ausgelöst. Schon am Mittag war der Friedensnobelpreis das Top-Thema im Sozialen Netzwerk Twitter. Unzählige setzten einen Tweet ab, um die Entscheidung des Nobelpreiskomitees zu loben und der jungen Preisträgerin ihre Bewunderung auszusprechen. Schon am frühen Nachmittag hatten mehr als 4000 Nutzer den Eintrag favorisiert, mit dem das Komitee die Verleihung bei Twitter bekanntgab.

Was die Preisträgerin selbst zu ihrer Auszeichnung sagt, ist noch nicht bekannt. Sie werde erst am Nachmittag nach der Schule etwas zu der Ehrung sagen, vermeldete der von ihr geleitete "Malala Fund" bei Facebook.

Ihr Co-Preisträger Kailash Satyarthi hat sich schon zu Wort gemeldet und sich eine Zusammenarbeit mit Malala gewünscht. "Ich lade sie dazu ein, dass wir uns die Hände reichen und einen neuen Kampf für Frieden auf unserem Subkontinent beginnen." Der indische Kinderrechtsaktivist bekommt weit weniger Aufmerksamkeit als Malala, die immerhin die jüngste und gleichzeitig die erste pakistanische Preisträgerin ist.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nannte sie eine Heldin, der UN-Bildungssondergesandte Gordon Brown das "mutigste Mädchen der Welt". Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte der Nachrichtenagentur NTB, sie hinterlasse einen starken Eindruck bei allen, die sie treffe. "Malala ist ein fantastischer Mensch", so der frühere norwegische Ministerpräsident weiter. Auch Regierungssprecher Steffen Seibert sendete seine Glückwünsche.

Auch in ihrem Heimatland Pakistan ist man stolz auf die 17 Jahre alte Preisträgerin. In ihrem Heimatort Mingora gratulierten sich die Menschen auf den Straßen gegenseitig, berichtet der Fernsehsender Geo TV. Premierminister Nawaz Sharif beglückwünschte sie dazu, den Preis als erste Pakistanerin überhaupt gewonnen zu haben, meldete der staatliche Fernsehsender PTV. Innenminister Nisar Ali Khan sagte: "Wir sind stolz, dass ein pakistanisches Mädchen in so jungem Alter den Preis bekommen hat."

Und Malala bekam sogar außerirdische Glückwünsche: Der deutsche Astronaut Alexander Gerst sendete der Preisträgerin seine Glückwünsche mit einem Bild von der ISS. Er hatte sich extra ein T-Shirt des UN-Kinderhilfswerks Unicef angezogen. Auch Unicef lobte das Nobelpreiskomitee für die Entscheidung und bezeichnet sie als Inspiration für andere Kinderrechtsaktivisten. "Die Tapferkeit und die Entschlossenheit von Malala und Kailash ist ein Weckruf für die Kinder überall."

haw/DPA/AFP / DPA