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Kreativ aus der Krise Griechischer Politiker will Akropolis vermieten


Die Akropolis sponsored by Bestattungen Heinz Müller? Zur Sanierung der Staatsfinanzen will ein griechischer Politiker lieber die archäologischen Stätten vermieten als weiter Löhne kürzen.

Zur Sanierung der Staatsfinanzen will ein griechischer Politiker die Akropolis in Athen vermieten. "Wir sollten die Akropolis und andere archäologische Stätten an ein Privatunternehmen vermieten, um Geld für den Haushalt einzunehmen", sagte der Abgeordnete der konservativen Partei Nea Dimokratia, Gerasimos Giakoumatas, der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Dies sei besser "als noch mehr Kürzungen bei Löhnen und Renten vorzunehmen".

Angesichts des Ausmaßes der Krise müsse überall nach Geldquellen gesucht werden, sagte Giakoumatas weiter, der bereits Minister in einem griechischen Kabinett war. Viele seiner Landsleuten hätten erst jetzt das Ausmaß der Krise verstanden. Man müsse nun überall nach Vorteilen suchen und diese ausnutzen.

Angst vor "unkontrollierbarer Staatspleite"

Griechenlands Ministerpräsident Lucas Papademos hatte in dieser Woche erneut eindringlich vor einer "unkontrollierbaren Staatspleite" gewarnt und die Gewerkschaften zu mehr Sparanstrengungen aufgefordert. Die Arbeitnehmer müssten weitere Lohnkürzungen hinnehmen, um die Sparziele zu erfüllen.

Andernfalls "laufen wir Gefahr bald nichts mehr zu haben", sagte Papademos bei einem Treffen mit Vertretern der Gewerkschaften. Die Angst ist in Athen groß, denn Mitte Januar kommen die internationalen Finanzkontrolleure erneut nach Athen, um über die Sparfortschritte zu befinden - als Voraussetzung für weitere Milliarden-Kredithilfen.

vim/AFP/DPA DPA

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