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Krise in Syrien: "Obamas Angriffsdrohung ist Wahlkampfgeschwätz"

Von den Drohgebärden des US-Präsidenten Barack Obama scheint die syrische Regierung nicht eingeschüchtert zu sein. Für sie ist es reine Wahlkampftaktik.

Die syrische Führung hat die Drohung von US-Präsident Barack Obama mit einem Militärschlag zur Sicherung der Chemiewaffen als leeres Wahlkampfgeschwätz zurückgewiesen. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana schrieb am Dienstag: "Dies ist Teil des Wahlkampfes zwischen dem republikanischen Kandidaten Mitt Romney und dem Demokraten Barack Obama."

Der US-Präsident hatte am Montag mit einem militärischen Eingreifen gedroht, falls die chemischen oder biologischen Waffen des Regimes im Chaos in die falschen Hände zu fallen drohten. Dabei hatte Obama auch auf Gefahren für den Verbündeten Israel hingewiesen. Die USA hätten "jedem Spieler in der Region" unmissverständlich klargemacht, "dass es enorme Konsequenzen hätte, wenn wir an der Chemiewaffenfront Bewegung oder den Einsatz chemischer Waffen sehen".

Sana kommentierte dies mit den Worten: "Obama hat wieder einmal Angst vor irgendwelchen Waffen verbreitet, von denen man viel hört und über die viel gelogen wird. Dabei hat er Hunderte von atomaren Sprengköpfen vergessen, die Israel besitzt, und die eine Bedrohung für die Sicherheit der Region darstellen."

ivi/DPA / DPA
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