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Lampedusa: Nur ein toter Flüchtling wird Europäer

Noch immer bergen Taucher Dutzende Tote aus dem Wrack vor Lampedusa. Politiker überbieten sich in Trauerbekundungen und Abwehrreflexen. Und dann ist da noch die Fratze der Unmenschlichkeit.

Von Sophie Albers Ben Chamo

Unerträglich sind die Bilder und Berichte aus Lampedusa: Hunderte Männer, Frauen, Kinder, die einen Kilometer vor der europäischen Küste in Wasser und Benzin ertrinken. Gesetze, die unter Strafe stellen, ihnen zu helfen. Überlebende, die seit Tagen im Regen ausharren müssen, weil das "Auffanglager" für Flüchtlinge vierfach überfüllt ist. Besonders eindringlich und im Schrecken anschaulich beschreibt Alex Rühle in der "Süddeutschen Zeitung" die Situation vor Ort.

Der Autor verweist auch auf einen bisherigen Höhepunkt des Zynismus, die einfach nur sprachlos macht, der angesichts der Katastrophe stellvertretend stehen soll für die Versuche, menschenfeindliches Verhalten zu rechtfertigen:

Die Menschen, "die vor Lampedusa ihr Leben verloren haben, sind ab sofort italienische Staatsbürger", hat Italiens Premierminister Enrico Letta erklärt - und wollte damit offenbar Mitgefühl bekunden. Gleichzeitig gelten die Überlebenden der Katastrophe gemäß des von Silvio Berlusconis rechter Regierung eingeführten Migrationsgesetzes als "heimliche Immigranten", müssen Strafen bis zu 5000 Euro zahlen und werden abgeschoben. Das kann man auch mit "nur ein toter Flüchtling ist ein guter Flüchtling" übersetzen.

Innenministerin Cecile Kvenge hat gefordert, das Gesetz zu ändern, auch Letta sieht das mittlerweile ein. Den in diesem Augenblick Internierten, die laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR "vollkommen inakzeptabel" untergebracht sind, helfen Absichten nicht.

Am Mittwoch ist EU-Kommissar Jose Manuel Barroso nach Lampedusa gereist, "im Geiste der europäischen Unterstützung und Solidarität". Einwohner und Menschenrechtsaktivisten haben ihn und den mitreisenden Regierungschef Letta mit "Schande!"- und "Mörder!"-Rufen empfangen. Ebenfalls am Flughafen anzutreffen sind Psychologen, die aus Malta eingeflogen werden. Sie betreuen die Taucher, die die zunehmend vom Meer verstümmelten Leichen bergen.

Sollte Europa ein Interesse daran haben, Menschlichkeit und Empathie im Namen zu führen, muss es schnell handeln. Oder es wird das Monster bleiben, dessen Fratze in Lampedusa zu betrachten ist.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.