Liberia Offenbar 1000 Tote nach Massaker


Im westafrikanischen Liberia sollen trotz Abschluss eines Friedensabkommens bei einem "Massaker" etwa 1000 Menschen getötet worden sein. Das berichtet die BBC.

Im westafrikanischen Liberia sollen trotz Abschluss eines Friedensabkommens bei einem "Massaker" etwa 1000 Menschen getötet worden sein. Dies berichtet am Montagmorgen der britische Fernsehsender BBC unter Berufung auf den liberianischen Rundfunk. Demnach sollen Rebellen der Bewegung für Demokratie in Liberia (MODEL) das Blutbad in der Stadt Bahn in der Nähe der Grenze zur Elfenbeinküste angerichtet haben. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es jedoch nicht.

Verteidigungsminister weiß von nichts

Der liberianische Verteidigungsminister Daniel Chea sagte laut BBC, er wisse nichts über den Vorfall. Unklar war auch, wann das Massaker stattgefunden haben soll. Berichte sprachen auch davon, dass Dörfer in Brand gesteckt worden seien.

Kämpfe in verschiedenen Städten

Vor neuen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen nahe der Hafenstadt Buchanan waren Tausende Menschen geflohen. Ein Sprecher der Regierungstruppen beschuldigte die Rebellen, angegriffen zu haben. Auch in Banga, etwa 160 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Monrovia, habe es wieder Kämpfe gegeben, berichtete die BBC am Sonntag.

In der Nacht zu Sonntag war der neue liberianische Präsident Moses Blah von Antrittsbesuchen bei seinen Kollegen in der Elfenbeinküste, Guinea und Sierra Leone zurückgekehrt. Während des 14-jährigen Bürgerkriegs hatte Liberia diesen Ländern Unterstützung der Rebellen vorgeworfen.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker