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"Simpsons" im US-Wahlkampf Trump-Beraterin vergleicht Kamala Harris' Stimme mit der von Marge Simpson - die wehrt sich

Sehen Sie im Video: Kamala Harris – das sollten Sie über die erste schwarze US-Vizekandidatin wissen.


Die Demokratin Kamala Harris kandidiert für das Amt der US-Vizepräsidentin.  
Doch wer genau ist die 55-jährige US-Senatorin? 
Harris ist Tochter eines jamaikanischen Wirtschaftsprofessors und einer indischstämmigen Krebsforscherin.  
Schon im Kinderwagen wird Harris auf politische Demonstrationen für Menschenrechte mitgenommen. 
Nach ihrem Studium der Politik-, Wirtschaft- und Rechtswissenschaft ist sie als Anwältin tätig. 
2011 übernimmt Harris das Amt der Generalstaatsanwältin und der Justizministerin in Kalifornien.  
Seit 2017 vertritt sie den Bundesstaat Kalifornien im Senat.  
„Um Strafrechtspolitik sinnvoll zu verändern, muss man auch das sehr langjährige System verändern. Es ist nicht realistisch zu glauben, dass man so etwas über Nacht schaffen kann." (ggü. thenation.com) 
Landesweite Bekanntheit erreicht Harris durch hartnäckige Fragen und ihre Kritik an Trumps Einwanderungspolitik. 
Ihre Bewerbung für die US-Präsidentschaftswahlen 2020 zieht sie zurück. 
Im diesjährigen Wahlkampf wird Harris zugetraut, besonders gut afroamerikanische Wähler mobilisieren zu können. 
Harris ist seit August 2014 mit dem Juristen Douglas Emhoff verheiratet.  
In den sozialen Netzwerken gibt sie Einblicke in ihr Privatleben: Die Senatorin liebt das Kochen und ist ein Fan von Hip-Hop und Rap-Musik.
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Klingt die Stimme von Kamala Harris wie die von Marge Simpson? Jenna Ellis, Beraterin von US-Präsident Donald Trump, ist dieser Ansicht. Die Macher der Comic-Serie "Die Simpsons" reagierten. Und klar ist: Magre ist not amused!

Die Zeichentrick-Familie "Die Simpsons" ist in den US-Präsidentschaftswahlkampf hineingezogen worden - und findet das offenbar gar nicht lustig.

Eine Beraterin von US-Präsident Donald Trump, Jenna Ellis, hatte die Stimme der demokratischen Vize-Kandidatin Kamala Harris in einem Tweet mit der von Marge Simpson verglichen. "Die Simpsons" reagierten auf Twitter mit einem Video-Clip, in dem sich die Mutter der Figuren Lisa, Bart und Maggie über den Vergleich beschwert. "Normalerweise mische ich mich nicht in die Politik ein", sagt Marge darin mit ihrer leicht krächzenden, knorrigen Stimme. Aber: "Lisa hat gesagt, dass sie (Jenna Ellis) das nicht als Kompliment meint." 

Marge Simpson: Als "gewöhnliche Vorstadt-Hausfrau wenig geachtet"

Als "gewöhnliche Vorstadt-Hausfrau" beginne sie, sich wenig geachtet zu fühlen, fügt Marge hinzu. Das Video spielte damit auf einen Tweet von Trump von Mittwoch an, in dem er schrieb, "die Vorstadt-Hausfrau" werde bei der Wahl im November für ihn stimmen. Trump hatte damit Kritik und Rassismus-Vorwürfe auf sich gezogen, weil er seine Aussage auf ein Wohnungsbauprogramm bezog, das er beendet hatte. Die Häuser in dem unter Präsident Barack Obama gestarteten Programm werden oft von Schwarzen und Lateinamerikanern bewohnt.

Die US-Zeichentrickserie feierte dieses Jahr ihr 30. Jubiläum und nimmt alle Teile der amerikanischen Gesellschaft aufs Korn, weshalb auch immer wieder Bezüge zur Realpolitik gemacht werden. Die Simpsons sollen - überzeichnet - eine typische amerikanische Familie darstellen, halten sich aber normalerweise aus den Grabenkämpfen zwischen Demokraten und Republikanern heraus. Trotzdem gab es schon vor vielen Jahren eine Folge, in der Donald Trump als US-Präsident auftrat - seinerzeit galt das als absurder Witz.

Beraterin von Donald Trump reagiert humorvoll

Inzwischen hat die Geschichte die Satire überholt. Trump-Beraterin Ellis nahm die Repblik übrigens gelassen und mit Humor. Sie twitterte nach dem Simpsons-Video auch in Hinblick auf die hitzig geführte Debatte um die Briefwahl: "Marge wird wahrscheinlich die Demokraten wählen... per Post."

dho DPA

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