HOME

Melania Trump: First Lady erbost: Jura-Professorin erwähnt Sohn Barron in Impeachment-Anhörung

Melania Trump meldet sich selten öffentlich zu Wort. Aber wenn, dann geht es meist um ihren Sohn Barron. Wie jetzt, als sein Name bei den Impeachment-Ermittlungen genannt wurde – und die ob dieser Breitseite plötzlich zur Nebensache gerieten.

Pamela Karlan sagt beim Justizausschuss aus.

Kinder haben nach Ansicht der amerikanischen First Lady Melania Trump ein absolutes Recht auf Privatsphäre und dürfen nicht zu politischen Zwecken instrumentalisiert werden. Sie erklärte, die Juraprofessorin Pamela Karlan, die ihren Sohn Barron während einer Anhörung im Kongress zu einem Teil ihrer politischen Argumentation gemacht habe, "sollte sich schämen". Karlan sei ganz offensichtlich eine wütende und parteiliche Person, schrieb Donald Trumps Gattin auf Twitter.

Melania und Barron Trump

Melania und Barron bei der Amteinführung von Donald Trump

DPA

"Trump kann seinen Sohn nicht zum Baron machen"

Die Verfassungsrechtlerin der renommierten Universität Stanford war von den Demokraten als Zeugin vor den Justizausschuss des Repräsentantenhauses geladen worden. Karlan wurde zu der Frage angehört, ob die bisherige Sachlage in der Ukraine-Affäre ausreichend ist, um ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Trump einzuleiten.

In einer Antwort wollte die Juristin den Unterschied zwischen dem Präsidenten und einem König herausstellen. "Während der Präsident seinen Sohn Barron nennen kann, kann er ihn nicht zum Baron ernennen", sagte sie. Im Publikum war kurz Gelächter zu hören.

Geschmückter Tannenbaum

Nach der Kritik an ihrer Äußerung durch die First Lady und andere bat Karlan später noch im Verlauf der Sitzung um Entschuldigung für ihre Bemerkung über Trumps Sohn. Barron, 13, ist Trumps jüngstes und einziges Kind mit Melania. Barron nimmt in der Regel nicht an öffentlichen Auftritten teil, er ist nur bisweilen beim Einsteigen und Aussteigen zu sehen, wenn er mit seinen Eltern gemeinsam fliegt.

Rückendeckung für Donald Trump

In der Anhörung warfen die drei von den Demokraten eingeladenen Rechtsprofessoren Trump Vergehen vor, die ihrer Ansicht nach ein Amtsenthebungsverfahren rechtfertigen würden. Ein von Trumps Republikanern geladener Rechtsprofessor widersprach dagegen und gab dem Präsidenten Rückendeckung.

nik/DPA