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Nach CNN-Interview Trumps Wahlkampfsprecherin streitet jede Lüge ab – so funktioniert das Lügenkarussell im Weißen Haus

"Es kann keine vernünftige Debatte darüber geben, ob dieser Präsident euch belogen hat oder nicht."


CNN-Moderator Chris Cuomo analysiert das brisante TV-Rededuell zwischen ihm und Trumps Wahlkampfsprecherin Kayleigh McEnany.


Darin hatte McEnany behauptet:


"Nein, ich glaube nicht, dass der Präsident gelogen hat."


Donald Trumps Lügen einfach leugnen: Cuomo erkennt eine Strategie in dem Kommunikationsverhalten und seinen Beratern.


Für den CNN-Moderator steht fest: Diese Art der Faktenveruntreuung habe gefährliche Konsequenzen.


Donald Trumps Mitarbeiter sind häufig beim Lügen erwischt worden.


Spicer: Es war die meisten Zuschauer bei einer Amtsvereidigung in der Geschichte. Punkt.


Außenminister Mike Pompeo macht irreführende Statements über Verhandlungen mit Nordkorea und den Fall-Khashoggi.


Auch der ehemaliger Stabschef John Kelly wurde dabei ertappt, als er Anfang 2018 den Hintergrund der Entlassung von Trumps ehemaligem Assistent Rob Porter falsch darstellt.


Für Trump zu arbeiten, heißt offenbar auch, zwangsläufig und wiederholt für ihn lügen zu müssen.


Doch wohin führt diese verleumderische Taktik?


Unwahrheiten, die regelmäßig und konsequent wiederholt werden, werden schließlich geglaubt.


Eine Studie aus den USA zeigt: Gelesene Fehlinformationen werden schnell abgespeichert. Wenn wir Fehlinformationen lesen, ohne sie zu hinterfragen, prägen sie sich ein und können unser Denken nachhaltig beeinflussen.


Trump und seine Berater sagen ihren Anhängern, was sie letztendlich hören wollen.


Falsche Fakten bleiben vor allem dann hängen, wenn sie unsere Meinung bestätigen. Der Kognitionsforschung zufolge glauben wir jenen Informationen eher, die unsere eigene Weltsicht bestärken. Das heißt im Klartext: Eine Nachricht – auch eine falsche – wirkt eher wahr, wenn sie das widerspiegelt, was wir denken.


Dessen sind sich Donald Trump und seine Berater wohl sehr bewusst.


Indem sie unabhängige Medien als "Fake News" und sich selbst als die einzigen darstellen, die den Amerikanern die Wahrheit sagen würden, haben sie ein Zeitalter der postfaktischen Politik hervorgerufen.


Eine gefährliche Entwicklung für die Demokratie.
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Nach seinem brisanten TV-Rededuell mit Donald Trumps Wahlkampfsprecherin Kayleigh McEnany, erkennt Chris Cuomo eine Strategie in dem Kommunikationsverhalten des US-Präsidenten und seiner Berater. Unwahrheiten, die regelmäßig und konsequent wiederholt werden, werden schließlich geglaubt.

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