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NAHOST: Israel zwischen Rückzug und Offensive

Isarel beugt sich offenbar dem massiven Druck aus den USA und hat den Truppenrückzug aus Tulkarem und Kalkilia im Westjordanland abgeschlossen. Gleichzeitig wurde aber eine neue Offensive gestartet.

Die israelische Armee hat am Dienstagmorgen ihren in der Nacht begonnenen Rückzug aus den autonomen Palästinenserstädten Tulkarem und Kalkilia im Westjordanland abgeschlossen. Offenbar beugt sich Israel damit dem massiven Druck aus den USA. Nach Angaben des israelischen Rundfunks bezogen die Panzer jedoch sofort Stellungen rund um die Städte, die weiter hermetisch abgeriegelt bleiben sollen. Gleichzeitig drangen Soldaten jedoch am Morgen in den Ort Dura bei Hebron im Süden des Westjordanlandes ein. Nach Angaben des israelischen Rundfunks gehen die Kämpfe zwischen den Israelis und bewaffneten Palästinensern in den besetzten Städten Dschenin und Nablus weiter.

»Schwerer Schlag gegen Terroristen«

Vor ihrem Abzug zerstörten Soldaten noch ein Gebäude des palästinensischen Geheimdienstes in Tulkarem. Die Soldaten kamen während des Rückzugs erneut unter palästinensisches Feuer. Verteidigungsminister Benjamin Ben-Elieser sagte am Montagabend in einer Stellungnahme, es sei Israel gelungen, den »palästinensischen Terroristen einen schweren Schlag zuzufügen«.

Arafat darf Berater treffen

Wenige Tage vor der Ankunft von US- Außenminister Colin Powell hat die israelische Regierung einem Treffen von Palästinenserpräsident Jassir Arafat mit seinen engsten Beratern zugestimmt. Das berichtete der israelische Rundfunk am Dienstag. Arafat war seit der vollständigen Besetzung der Stadt Ramallah am 29. März praktisch wie ein Gefangener Israels behandelt und fast vollständig isoliert worden.

Bedingung für Waffenruhe

Den Berichten zufolge hat Arafat eine Zustimmung zu den jüngsten Waffenruhe-Plänen des US-Vermittlers Anthony Zinni von Beratungen mit seinen wichtigsten Ministern abhängig gemacht. Unter anderem wolle er sich mit seinem Stellvertreter Mahmud Abbas sowie Parlamentspräsident Ahmed Kurei sowie den Chefs der palästinensischen Sicherheitskräfte treffen, hieß es.