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Nahost-Konflikt: "Wartet auf das Erdbeben"

Mit einer Drohung gegen Israel hat die militante Palästinenser-Organisation Hamas die dreitägige Trauerzeit für ihren von israelischen Raketen getöteten geistigen Führer beendet.

Mit neuen Drohungen gegen Israel hat die palästinensische Hamas-Bewegung die dreitägige Trauerzeit für ihren geistigen Führer abgeschlossen, der bei einem gezielten Raketenangriff getötet worden war. "Unsere Botschaft an die Zionisten ist: Wartet auf das Erdbeben", sagte ein maskierter Hamas-Kämpfer bei einer Trauerfeier mit mehreren zehntausend Teilnehmern in einem Fußballstadion der Stadt Gaza.

"Widerstand nur innerhalb unserer Grenzen"

Der neue Hamas-Führer Abdel Asis Rantisi nahm frühere Drohungen des militärischen Flügels seiner Organisation zurück, wonach auch die USA mit Vergeltung für den Tod von Scheich Ahmed Jassin rechnen müssten. "Unser Widerstand wird nur innerhalb unserer Grenzen fortgesetzt", sagte Rantisi vor Journalisten. Das israelische Territorium betrachtet die Hamas dabei als Teil von Palästina.

Israelischer Vorstoß nach Chan Junis

In der Nacht zum Donnerstag rückten israelische Panzer erneut ins Flüchtlingslager Chan Junis im Gazastreifen vor, wo am Vortag mehrere Gebäude zerstört worden waren. In Militärkreisen war von einem begrenzten Einsatz die Rede. Ein Militärhubschrauber schoss nach Berichten von Einwohnern eine Rakete in eine Gruppe von Kämpfern ab. Dabei wurde ein Polizist verletzt. Am Donnerstagmorgen zogen sich die Panzer nach Angaben einer Militärsprecherin wieder zurück.

AP / AP