Nahost-Konflikt Brasilien wird zum Nahost-Friedens-Broker


Brasilien avanciert zu einem gefragten Gesprächspartner im Nahost-Konflikt: Der brasilianische Außenminister Celso Amorim teilte nach einem Treffen mit Israels Staatschef Schimon Peres am Mittwoch in Brasília mit, dass am 20. November auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu Gesprächen in Brasilien erwartet werde.

Brasilien avanciert zu einem gefragten Gesprächspartner im Nahost-Konflikt: Der brasilianische Außenminister Celso Amorim teilte nach einem Treffen mit Israels Staatschef Schimon Peres am Mittwoch in Brasília mit, dass am 20. November auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu Gesprächen in Brasilien erwartet werde. Bei dieser Gelegenheit werde die brasilianische Regierung versuchen, Abbas davon zu überzeugen, doch bei den am 24. Januar geplanten Wahlen zu kandidieren.

Peres, der am Mittwoch auch Präsident Luiz Inácio Lula da Silva treffen wollte, bezeichnete Abbas als "Freund". In einer Rede vor dem Kongress hatte er zuvor Abbas ermutigt, die Friedensgespräche fortzusetzen. Er wisse, dass es für Abbas schwierig sei und auch für Israel. Aber er glaube, dass der Frieden in kurzer Zeit erreichbar sei, in "ein, zwei Jahren", betonte Peres, der als erster israelischer Staatschef seit mehr als 40 Jahren in Brasilien ist.

Drei Tage nach dem Besuch von Abbas empfängt Lula zudem am 23. November Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in Brasilien. Peres hatte Teheran in seiner Rede vorgeworfen, den Terrorismus zu unterstützen und zugleich die Erwartung geäußert, dass Brasilien sich mit klarer Stimme gegen Zerstörung und Terror ausspricht. Peres macht während seines fünftägigen Brasilien-Besuchs auch in São Paulo und Rio de Janeiro Station und fliegt anschließend weiter nach Argentinien.

DPA DPA

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