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Nahost-Konflikt: Chronik israelischer Angriffe auf militante Palästinenser

Israel hat seit Beginn der zweiten Intifada vor dreieinhalb Jahren nach Krankenhausangaben mehr als 150 palästinensische Extremisten bei Razzien oder gezielten Luftangriffen getötet.

Israel hat seit Beginn der zweiten Intifada vor dreieinhalb Jahren nach Krankenhausangaben mehr als 150 palästinensische Extremisten bei Razzien oder gezielten Luftangriffen getötet. Dazu zählen auch Mitglieder militanter Gruppierungen, die sich ihrer Verhaftung entziehen wollten. Nachfolgend eine Liste der prominentesten Liquidierungsopfer:

17. April 2004: Abdel Asis Rantissi, der Hamas-Führer im Gazastreifen, wird durch einen Raketenangriff in Gaza-Stadt getötet. Zwei Leibwächter kommen ebenfalls ums Leben.

22. März: Der Gründer und spirituelle Führer der Hamas, Scheich Ahmed Jassin, wird mit einem Raketenangriff in Gaza liquidiert.

25. Dezember 2003: Mekled Hameid, Führungsmitglied des Islamischen Dschihad, wird Opfer eines Raketenangriffs. Mit ihm sterben zwei weitere Mitglieder der Untergrundorganisation sowie zwei Zivilpersonen.

20. Oktober 2003: 14 Palästinenser kommen bei einem Raketenangriff auf einen Wagen im Flüchtlingslager Nusseirat im Gazastreifen ums Leben. Nach palästinensischen Angaben sind zwei Extremisten unter den Opfern, nach israelischer Darstellung sind es mehr.

21. August 2003: Drei Hamas-Aktivisten, darunter das prominente Führungsmitglied Ismail Abu Schanab, werden bei einem Raketenangriff getötet. Ein Unbeteiligter kommt ums Leben, mindestens 15 Zivilpersonen werden verletzt.

März 2003: Der einflussreiche Hamas-Stratege Ibrahim Makadmeh wird durch einen Raketenangriff liquidiert.

Juli 2002: Hamas-Kommandeur Salah Schehadeh wird zusammen mit 14 weiteren Palästinenser getötet, als die israelische Luftwaffe ein Bombe auf sein Haus in Gaza abwirft.

Januar 2002: Der Kopf der Al-Aksa-Märtyrerbrigaden im Westjordanland, Raed Karmi, stirbt bei einem israelischen Angriff.

AP