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Zerstörerischer als Atomwaffen: Kim Jong Un prahlt mit Besitz von Wasserstoffbombe

Nordkoreas Atombombentests lösten weltweit Empörung aus. Nun will Staatschef Kim Jong Un eine noch mächtigere Waffe sein Eigen nennen: eine Wasserstoffbombe. Notfalls werde man diese zünden, kündigte er an.

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un

Um die Souveränität Nordkoreas zu schützen, würde Staatschef Kim Jong Un auch zu drastischen Maßnahmen greifen

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat angedeutet, dass sein Land eine Wasserstoffbombe besitzt. Kim sagte kürzlich laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA vom Donnerstag, Nordkorea sei "ein mächtiger Atomstaat, der bereit ist, eine selbstständige Atombombe und eine Wasserstoffbombe zu zünden, um seine Souveränität zu verteidigen". Demnach äußerte sich der Staatschef während eines Besuchs in einer ehemaligen Militäreinrichtung.

Das international weitgehend isolierte Nordkorea hat bereits drei Atomwaffentests ausgeführt und damit internationale Empörung ausgelöst. Wasserstoffbomben verfügen über eine deutlich größere Sprengkraft als Atombomben. Bereits zuvor hatte Nordkorea darauf verwiesen, "stärkere, mächtigere" Waffen zu besitzen. Kims Äußerung ist jedoch der erste explizite Hinweis auf eine Wasserstoffbombe.

Keine gesicherten Erkenntnisse über Atomwaffenprogramm

Über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Es bestehen Zweifel, ob es ausreicht, um Atomsprengköpfe mit Raketen zu weit entfernten Zielen wie den USA zu tragen. Im September hatte Nordkorea einen umstrittenen Atomreaktor wieder in Betrieb genommen. US-Außenminister John Kerry sprach danach von einer "Provokation".