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Ölembargo Iran stellt Ölexporte an EU-Staaten vorerst nicht ein


Der Iran will seine Öllieferungen an EU-Länder voerst nicht stoppen. Das iranische Staatsfernsehen hatte zuvor berichtet, das Land habe bereits Exporte gestoppt und sechs Botschafter aus EU-Ländern abgezogen.

Der Iran will seine Ölexporte in die EU einem Medienbericht zufolge "vorerst" nicht einstellen. Wie der arabischsprachige Fernsehsender al Alam am Mittwoch berichtete, traf sich der Leiter der Westeuropa-Abteilung im iranischen Außenministerium, Hassan Tadschik, mit den Botschaftern von sechs EU-Staaten. Er habe ihnen mitgeteilt, "dass der Iran seine Ölverkäufe an Europa unterbrechen könnte und andere Käufer gefunden hat". Tadschik habe aber versichert, dass der Iran die Exporte "vorerst" nicht stoppen werden - "aus humanitären Gründen und wegen der Kälte".

Das iranische Staatsfernsehen hatte zuvor berichtet, dass die Botschafter von Italien, Griechenland, Frankreich, Portugal und den Niederlanden in das Außenministerium in Teheran einberufen worden seien. In getrennten Gesprächen sei ihnen mitgeteilt worden, dass der Iran beabsichtige, seine Öllieferungen zu stoppen. Der Fernsehsender Press-TV berichtete sogar, der Iran habe seine Lieferungen in sechs EU-Staaten bereits eingestellt. Dagegen sagte ein Diplomat aus einem der sechs Länder, der nicht namentlich genannt werden wollte, die Frage der Ölexporte sei nicht angesprochen worden.

Die EU beschloss im Januar ein Ölembargo gegen den Iran, das bis zum 1. Juli schrittweise in Kraft tritt. Damit soll der Druck auf Teheran erhöht werden, sein umstrittenes Atomprogramm aufzugeben. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms am Bau einer Bombe zu arbeiten. Der Iran weist dies zurück. Derzeit werden vom Iran täglich mehr als 400.000 Barrel Öl pro Tag nach Europa geliefert, vor allem in die südeuropäischen Staaten.

kave/AFP AFP

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