Parlamentswahlen im Irak Anschläge zum Auftakt


Mehrere Anschläge haben den Auftakt der Parlamentswahlen im Irak überschattet. Mindestens 14 Menschen kamen am Donnerstag bei den Attacken in der Hauptstadt Bagdad ums Leben.

Trotz eines massiven Sicherheitsaufgebots haben mehrere Anschläge den Auftakt der Parlamentswahlen im Irak überschattet. Mindestens 14 Menschen kamen am Donnerstag nach Behördenangaben bei den Attacken in der Hauptstadt Bagdad ums Leben. Drei Tage vor dem eigentlichen Urnengang am Sonntag waren bestimmte gesellschaftliche Gruppen wie Soldaten und Häftlinge bereits zur Stimmabgabe aufgerufen.

Im Stadtteil Bab el Muasam riss ein Selbstmordattentäter dem Innenministerium zufolge vier Soldaten mit in den Tod, die vor einem Wahllokal Schlange standen. Bei einem weiteren Selbstmordanschlag auf wartende Armeeangehörige seien im Viertel Mansur im Westen der Stadt drei Soldaten gestorben. Bei beiden Anschlägen wurden den Angaben zufolge insgesamt 25 Menschen verletzt.

Im Norden Bagdads kamen sieben Menschen bei einem Angriff ums Leben, darunter vier Kinder. 23 weitere Menschen wurden nach Angaben von Rettungskräften verletzt, als in der Nähe eines Wahllokals im Viertel Hurrija eine Granate auf ein Wohnhaus geschossen wurde. Der Armeekommandeur von Bagdad sprach in einer Erklärung von einer Rakete.

Soldaten und Angehörige der Sicherheitskräfte, Kranke und Häftlinge dürfen seit Donnerstag ihre Stimme abgeben. Insgesamt betrifft die Ausnahmeregelung mehr als 800.000 Wahlberechtigte. Die entsprechenden Wahllokale öffneten am Morgen. Die Auslands-Iraker wählen ab Freitag in 16 verschiedenen Ländern.

Am Sonntag sind 19,8 Millionen Iraker aufgerufen, aus 6218 Kandidaten, darunter 1801 Frauen, die 325 Abgeordneten auszuwählen. Die Wahl ist die zweite seit der Entmachtung des früheren irakischen Machthabers Saddam Hussein im April 2003. Rund 200.000 Sicherheitskräfte sollen den Urnengang am Sonntag schützen.

AFP AFP

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