Parteien und Wahlbündnisse Die Putin-Partei ist die Nr. 1


In der Staatsduma mit 450 Abgeordneten werden 225 Listenplätze und 225 Direktmandate vergeben. Insgesamt 23 Parteien und Bündnisse kämpfen bei der Wahl um die Sitze. Ein Überblick der russischen Parteienlandschaft.

Zu der Parlamentswahl in Russland am 7. Dezember treten 23 Parteien und Bündnisse an. In der Staatsduma mit 450 Abgeordneten werden 225 Listenplätze und 225 Direktmandate vergeben. Es folgen die wichtigsten Parteien und Bündnisse, die Aussicht haben, die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden:

Die Kreml-treue Partei

EINIGES RUSSLAND

stellte bisher die stärkste Fraktion in der Duma. Die von Innenminister Boris Gryslow und Zivilschutzminister Sergej Schoigu geführte Partei hat nur einen klar umrissenen Programmpunkt: Unterstützung für Präsident Wladimir Putin.

Die

KOMMUNISTISCHE PARTEI DER RUSSISCHEN FÖDERATION

(KPRF) stellte bisher die zweitstärkste Duma-Fraktion. Die KPRF unter Parteichef Gennadi Sjuganow tritt für Staatskontrolle der Wirtschaft, teilweise Rücknahme der Privatisierung und Wiederherstellung der Sowjetunion ein. Führende KP-Mitglieder wie der bisherige Parlamentsvorsitzende Gennadi Selesnjow (PARTEI DER WIEDERGEBURT RUSSLANDS) sowie Sergej Glasjew (RODINA - VATERLAND) haben sich von der KPRF getrennt und treten zur Wahl mit eigenen Parteien an.

Die liberale

JABLOKO-Partei

, geführt von dem Wirtschaftsfachmann Grigori Jawlinski, fordert ein stärkeres Parlament und Machtbeschneidungen des Präsidenten. Die marktwirtschaftlich orientierte Partei, die sich für den Mittelstand stark macht, findet Zuspruch vor allem in Intellektuellen-Kreisen.

In der

UNION RECHTER KRÄFTE

mit Ex-Vizeregierungschef Boris Nemzow an der Spitze haben sich die so genannten jungen Reformer aus Zeiten von Präsident Boris Jelzin verbündet. Zu ihnen gehören die Politikerin Irina Chakamada und der Leiter des Strom-Monopolisten EES, Anatoli Tschubais. Die liberalen Politiker wollen eine Marktwirtschaft europäischen Typs und junge Politiker in Führungspositionen. Zu ihrem Programm gehört auch der Kampf gegen die Korruption.

Die rechtsextremistische

LIBERAL-DEMOKRATISCHE-PARTEI

(LDPR) unter der Führung des Nationalisten Wladimir Schirinowski. Dieser ist bekannt wegen seiner populistischen und lautstarken Sprüche und gelegentlichen Handgreiflichkeiten, aber auch dafür, dass er Präsident Putin unterstützt.

DPA

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