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PHILIPPINEN: Passagiere sprangen verzweifelt ins Meer

Ein Feuer auf einer Fähre hat mindestens 23 Passagieren das Leben gekostet. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Küstenwache elf Seemeilen vor dem Hafen von Lucena, rund 110 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila.

Ein Feuer auf einer mit 290 Menschen besetzten Fähre hat mindestens 23 Passagieren das Leben gekostet. Mehrere Stunden nach dem ersten Hilferuf der »Maria Carmela« wurden noch 32 Menschen vermisst. 86 Passagiere wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Küstenwache elf Seemeilen vor dem Hafen von Lucena, rund 110 Kilometer südöstlich der philippinischen Hauptstadt Manila.

Feuer im Parkdeck

Die Fähre von der Insel Masbate nach Lucena hatte nur noch etwa eine Stunde Fahrt vor sich, als das Feuer im Parkdeck ausbrach. Die Autos gerieten in Brand, so dass sich das Feuer rasch ausbreitete. Nach Berichten von Überlebenden kam es zu einer Panik. Einige Opfer erstickten in den Rauchschwaden. Andere, unter ihnen auch vier Kinder, sprangen verzweifelt ins Meer und ertranken.

Die 14-jährige Julie Ann Caliwan berichtete unter Schluchzen, dass sie von dem Rauch geweckt worden sei. Im Unterschied zu anderen war sie so geistesgegenwärtig, vor dem Sprung ins Wasser eine Schwimmweste anzulegen. Von ihren sechs Geschwistern wurde eines noch vermisst.

Anzahl der Passagiere unklar

An Bord der Fähre waren nach Angaben der Reederei Montenegro Shipping Lines 243 registrierte Passagiere und 47 Besatzungsmitglieder. Möglicherweise seien aber noch mehr Fahrgäste an Bord gewesen, sagte Reedereisprecher Eugene Aguilar. Die verkohlte Fähre trieb am Donnerstagnachmittag mit schwerer Schlagseite auf den Wellen. Dichte Rauchwolken stiegen aus dem Schiff, in dessen Frachtraum eine Ladung Kokosnüsse brannte. Zwei Schlepper zogen das Wrack aus der Hauptschifffahrtslinie.

AP

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