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Politische Unruhen in Syrien Ankara geht auf Distanz zu Regime in Damaskus


Im UN-Sicherheitsrat war eine Verurteilung Syriens am Mittwoch gescheitert. Die westlichen Länder der UNO forderten eine Verurteilung der brutalen Maßnahmen der syrischen Regierung gegen Demonstranten. China und Russland lehnten dies ab. Jetzt hat die Türkei sich laut türkischer Medienberichte von Syriens Machthaber Baschar al-Assad distanziert.

Die türkische Regierung geht wegen der brutalen Einsätze gegen Regimegegner in Syrien auf Distanz zu Präsident Baschar al-Assad. Ankara bekräftige zudem die Forderung nach schnellen demokratischen Reformen im Nachbarland und werde eine Delegation mit konkreten Vorschlägen nach Damaskus schicken, berichteten türkische Medien am Donnerstag weiter. Al-Assad müsse den Konflikt ohne Gewalt lösen und Forderungen des Volkes erfüllen.

Der türkische Botschafter in Syrien, Ömer Önhon, sollte am Donnerstag in Ankara den nationalen Sicherheitsrat über die Entwicklung informieren. Nach türkischen Berichten gibt es inzwischen zunehmend Spannungen zwischen al-Assad und Teilen der Armee. Nach Einschätzung türkischer Regierungsbeamter habe al-Assad die Gelegenheit für Reformen und eine friedliche Lösung womöglich bereits verpasst.

Der türkische nationale Sicherheitsrat soll Szenarien für die weitere Entwicklung im Nachbarland beraten bis hin zu einem Sturz des syrischen Regimes. Es gibt auch bereits Pläne für den Aufbau von Flüchtlingslagern im Grenzgebiet der Türkei zu Syrien. Am Dienstag hatten sich Vertreter der syrischen Opposition in Istanbul getroffen. Sie riefen die internationale Gemeinschaft zu mehr Druck auf das syrische Regime auf.

hw/DPA DPA

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