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Präsidentenwahl in Uruguay: Breite Front für Ex-Tupamaru-Rebell José Mujica

Der frühere Guerillero José Mujica hat die Stichwahl um das uruguayische Präsidentenamt am Sonntag klar gewonnen. Für den Kandidaten des linken Regierungsbündnisses Breite Front (Frente Amplio) und dessen Vize, den früheren Wirtschaftsminister Danilo Astori, stimmten nach übereinstimmenden Angaben aller drei Umfrageinstitute etwa 51 Prozent.

Der frühere Guerillero José Mujica hat die Stichwahl um das uruguayische Präsidentenamt am Sonntag nach klar gewonnen. Für den Kandidaten des linken Regierungsbündnisses Breite Front (Frente Amplio) und dessen Vize, den früheren Wirtschaftsminister Danilo Astori, stimmten nach übereinstimmenden Angaben aller drei Umfrageinstitute etwa 51 Prozent. Mujicas Gegenspieler, der konservative Ex-Präsident Luis Alberto Lacalle (1990-1995), kam demnach auf 44 Prozent. Auch die ersten offiziellen Teilergebnisse bestätigten diesen Trend.

Mujica war als klarer Favorit in die Abstimmung gegangen. Seinem in der Stichwahl unterlegenen Widersacher, dem konservativen früheren Staatschef Luis Alberto Lacalle (1990-1995), zollte Mujica in seiner Siegesrede vor tausenden jubelnden Anhängern ausdrücklich Respekt. "Heute ist ein Tag der Freude. Aber wir wissen auch, dass es heute Landsleute gibt, die unglücklich sind und niemand sollte den Fehler begehen, sie zu beileidigen", sagte der 75-Jährige im Zentrum der Hauptstadt Montevideo. "Weder Sieger noch Besiegte", fügte er hinzu. Lacalle erkannte unterdessen seine Niederlage an. "José Mujica wird ab 1. März auch unser Präsident sein", sagte der konservative Politiker.

Mujica kündigte an, er werde mit allen politischen Kräften in Uruguay darüber sprechen, wie das Land gemeinsam nach vorne gebracht werden könne. "Dies hier (die gewählte Regierung) ist etwas Vorübergehendes. Das Dauerhafte ist nur das Volk", sagte Mujica. "Arm dran ist derjenige, der meint, die Macht sei bei denen da oben, und der nicht merkt, dass die wahre Macht im Herzen des Volkes ist", fügte er unter Applaus hinzu. "Es hat mich die Zeit eines Lebens gekostet, dass zu lernen. Wir werden Fehler machen, bestimmt, aber wir werden den Problemen nie den Rücken kehren", versprach der Wahlsieger, der sein Amt am 1. März antreten wird.

DPA / DPA