Ottawa-Konvention Human Rights Watch: FARC-Rebellen setzen auf Landminen

Die kolumbianische FARC-Guerilla ist nach Einschätzung von Experten eine der bewaffneten Gruppen, die am häufigsten Landminen einsetzt. "Die FARC sind einer der größten Nutzer von Landminen weltweit", sagte Mary Wareham von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.

Die kolumbianische FARC-Guerilla ist nach Einschätzung von Experten eine der bewaffneten Gruppen, die am häufigsten Landminen einsetzt. "Die FARC sind einer der größten Nutzer von Landminen weltweit", sagte Mary Wareham von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch am Mittwoch (Ortszeit) während einer Pressekonferenz in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Demnach setzt rund ein Dutzend bewaffneter Gruppen Landminen ein. Nach Angaben der kolumbianischen Organisation Fundación Nuevo Arco Iris haben die Rebellen den Einsatz der Minen in ihrem Kampf gegen das Militär sogar noch verstärkt.

Nach Afghanistan gilt Kolumbien als das Land, in dessen Boden weltweit die meisten Landminen vergraben sind. Zwischen 1999 und 2008 wurden in dem südamerikanischen Land fast 6700 Unfälle durch Minen gezählt. Die Pressekonferenz in Bogotá wurde anlässlich der Anti-Minen-Konferenz abgehalten, die vom 29. November bis 4. Dezember im kolumbianischen Cartagena stattfindet.

Das Treffen ist eine Überprüfungskonferenz der Staaten, die der internationalen Ottawa-Konvention zum Verbot von Landminen zugestimmt haben. Die Konvention von Ottawa aus dem Jahr 1997 verbietet den Unterzeichnern den Einsatz, die Lagerung und die Produktion der sogenannten Anti-Personen-Minen (APM) und wurde bisher von 156 Staaten unterschrieben. Die USA hatten am Dienstag angekündigt, dass sie die Unterzeichnung der Konvention weiterhin ablehnen. Neben den USA gehören auch Russland und China zu den Ländern, die der Konvention nicht beigetreten sind.

AFP AFP

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