Rechtsliberale Partei liegt vorne Neuwahl in den Niederlanden


In den Niederlanden hat am Mittwochmorgen die Wahl eines neuen Parlaments begonnen. Die Wahllokale haben bis 21.00 Uhr geöffnet. Bei der vorgezogenen Parlamentswahl, die nach dem Bruch der Regierungskoalition Anfang des Jahres notwendig wurde, könnte es eine Überraschung geben

In den Niederlanden hat am Mittwochmorgen die Wahl eines neuen Parlaments begonnen. Die Wahllokale haben bis 21.00 Uhr geöffnet. Bei der vorgezogenen Parlamentswahl, die nach dem Bruch der Regierungskoalition Anfang des Jahres notwendig wurde, könnte es eine Überraschung geben: In Umfragen lag die rechtsliberale Partei für Demokratie und Freiheit (VVD) vorn, die zuletzt vor fast 100 Jahren eine Regierung geführt hat. Die Freiheitspartei des Rechtspopulisten Geert Wilders lag in den Erhebungen vorübergehend an der Spitze und könnte die Zahl ihrer Parlamentssitze auf 18 verdoppeln.

Die Neuwahl wurde notwendig, weil die Mitte-rechts-Regierung des Christdemokraten Jan Peter Balkenende im Februar am Streit über eine Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes zerbrach. Umfragen zufolge liegen Balkenendes Christdemokraten (CDA) in der Wählergunst zurück.

Als möglicher neuer Regierungschef gilt der 43-jährige Ex-Manager Peter Rutte von der VVD. Seine Partei profitierte davon, dass im Wahlkampf die Finanzkrise und Wirtschaftsthemen im Vordergrund standen. Wenn die VVD gewinnt und in die Regierungsverantwortung kommen sollte, dann wäre es das erste Mal seit 1913, als ihre Vorgängerpartei dies schaffte. Chancen werden auch der sozialdemokratischen Arbeiterpartei (PvdA) unter Führung des langjährigen Amsterdamer Bürgermeister Job Cohen als Spitzenkandidaten eingeräumt. Insgesamt könnten bis zu zehn Parteien in das 150 Sitze zählende Parlament einziehen.

APN APN

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