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Sahran Alloush: Mehrere wichtige Rebellenführer bei Luftangriff in Syrien getötet

In Syrien sind mehrere wichtige Rebellenführer getötet worden. Unter anderem Sahran Alloush, Anführer von Dschaisch al-Islam. Die Gruppe gilt als die größte und am besten organisierte Gruppe von Rebellen.

Zahran Alloush war ein einflussreicher Rebellechef

Zahran Alloush war ein einflussreicher Rebellechef

Einer der wichtigsten Anführer radikal-islamischer Rebellen in Syrien ist laut Aktivisten getötet worden. Sahran Alloush, Chef der Miliz Dschaisch al-Islam, sei bei einem russischen Luftangriff in der Nähe von Damaskus ums Leben gekommen, meldeten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die Nachrichtenseite Orient News sowie andere Oppositionsmedien am Freitag. 

Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge bombardierten Flugzeuge östlich von Damaskus ein Führungstreffen der bewaffneten Gruppe. Neben dem 44-jährigen Alloush seien fünf weitere Anführer getötet worden. Sie hätten einen Angriff auf Regimetruppen und mit ihnen verbündete Kämpfer der libanesischen Schiiten-Miliz Hisbollah geplant. Zunächst blieb unklar, ob russische oder syrische Soldaten die Angriffe ausgeführt haben.

Mächtige Rebellen in Syrien

Die sunnitische Miliz Dschaisch al-Islam ("Armee des Islam") gehört zu den mächtigsten Rebellengruppen im syrischen Bürgerkrieg. Sie ist vor allem in den Gebieten östlich von Damaskus stark. Die Gruppe nahm im Dezember auch an der Einigungskonferenz der syrischen Opposition in Riad teil, die Verhandlungen mit dem Regime vorbereitete. Medienberichten zufolge wurde die Gruppe längere Zeit mit Millionenbeträgen aus Saudi-Arabien unterstützt.

Alloush, Sohn eines in Saudi-Arabien ansässigen islamischen Geistlichen, war zu Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 im Zuge einer Amnestie der Regierung aus dem Gefängnis freigekommen, zusammen mit weiteren Islamisten.

jen / AFP