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Terrorfurcht: Warnungen vor Reisen nach Kenia und Südostasien

Nach den jüngsten Selbstmordanschlägen in der saudiarabischen Hauptstadt Riad haben Behörden weltweit vor einem erhöhten Anschlagsrisiko in Urlaubsländern gewarnt - besonders Kenia und Malaysia.

Nach den jüngsten Selbstmordanschlägen in der saudiarabischen Hauptstadt Riad haben die Behörden weltweit vor einem erhöhten Anschlagsrisiko in Urlaubsländern gewarnt.

Das Auswärtige Amt empfahl wegen aktueller Hinweise auf mögliche Terroranschläge von Reisen nach Kenia abzusehen. Australien und Neuseeland gaben Reisewarnungen für Südostasien aus. Viele Regierungen rechnen mit weiteren Anschläge der Organisation El Kaida von Moslem-Extremist Osama bin Laden. El Kaida wird auch hinter den Anschlägen am Montag in Riad mit mindestens 34 Toten vermutet.

"Glaubwürdige Bedrohung durch Anschläge"

Das Auswärtige Amt riet auf seiner Website Reisenden in Kenia, ihre Ausreise in Erwägung zu ziehen. Die USA hatten am Donnerstag vor Reisen nach Kenia in Ostafrika gewarnt, wo eine "glaubwürdige Bedrohung durch terroristische Anschläge" bestehe. US-Reisende in der Region sollten wachsam und vorsichtig sein, da Anhänger der radikal-islamischen El Kaida und anderer Extremistengruppen in der Region agierten. Wenige Stunden zuvor hatte Großbritannien aus Furcht vor einem Anschlag alle Flüge britischer Fluggesellschaften von und nach Kenia ausgesetzt. Kenia hat die Sicherheitskräfte im Land seit Mittwochabend in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Es sei zu befürchten, dass eines der meistgesuchten Mitglieder der El Kaida einen Anschlag vorbereite, hieß es.

Bedrohung in Südostasien

Das australische Außenministerium erklärte, Australier sollten bei Reisen nach Malaysia, Thailand, Singapur, den Philippinen, Osttimor und Brunei extrem vorsichtig sein. "Wir erhalten weiterhin Berichte, dass terroristische Elemente in der Region Anschläge planen", hieß es in einer Erklärung. Der neuseeländische Außenminister Phil Goff empfahl Reisenden in Südostasien, sich bei der Botschaft registrieren zu lassen und Orte zu meiden, an denen sich viele westliche Staatsbürger aufhielten. Die USA hatten bereits am Mittwoch von Reisen nach Malaysia abgeraten.

"Haben Angst vor ihrem eigenen Schatten"

Ein Sprecher des kenianischen Ministeriums für Nationale Sicherheit sprach von einer bedauerlichen Situation. Die erhöhte Sicherheit im Land sei nur als Reaktion auf die jüngsten Anschläge weltweit zu sehen. Malaysias Ministerpräsident Mahathir Mohamad kritisierte die US-Reisewarnung gegen sein Land. "Sie tun dies, weil sie andere getötet und unterdrückt haben, und daher haben sie jetzt Angst vor ihrem eigenen Schatten", sagte er der amtlichen Nachrichtenagentur Bernama.