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Thailand: Rufe nach nationaler Versöhnung werden lauter

Auch nach der grundsätzlichen Zustimmung der Opposition in Thailand zu einem Kompromissvorschlag der Regierung haben Demonstranten am Mittwoch weiterhin Teile der Innenstadt von Bangkok belagert. Die sogenannten Rothemden erklärten, sie warteten noch auf Einzelheiten des am Montag vorgelegten Fünf-Punkte-Plans von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva.

Auch nach der grundsätzlichen Zustimmung der Opposition in Thailand zu einem Kompromissvorschlag der Regierung haben Demonstranten am Mittwoch weiterhin Teile der Innenstadt von Bangkok belagert. Die sogenannten Rothemden erklärten, sie warteten noch auf Einzelheiten des am Montag vorgelegten Fünf-Punkte-Plans von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva. Er sieht unter anderem eine um etwa ein Jahr vorgezogene Neuwahl vor.

Zum Krönungstag am Mittwoch wurden die Rufe an Regierung und Opposition lauter, den Konflikt beizulegen und eine nationale Versöhnung voranzutreiben. Tausende Menschen strömten zum Palast des erkrankten König Bhumibol Adulyadej, der seit September im Krankenhaus behandelt wird. Der 82-Jährige bestieg vor 60 Jahren den Thron und ist der am längsten regierende Monarch weltweit.

Die vor allem von der verarmten Landbevölkerung unterstützten Rothemden favorisieren den 2006 vom Militär gestürzten und ins Exil geflohenen früheren Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra. Sie fordern die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen. Bei blutigen Zusammenstößen zwischen beiden Lagern kamen 27 Menschen ums Leben, fast 1.000 wurden verletzt. Thaksin erklärte Reportern am Mittwoch telefonisch aus dem Exil, der Krönungstag solle einen positiven Neuanfang darstellen, die Kämpfe im Land sollten beendet werden.

APN / APN