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Tote bei Stammeskämpfen Übergangsregierung beschlagnahmt 100 Panzer


Libyen verfügt auch nach dem Sturz von Gaddafi noch über beträchtliche Waffenbestände. Doch die Arsenale bergen in den falschen Händen große Gefahren.

In Libyen setzen verfeindete Stämme und Milizen immer mehr Waffen aus dem Bestand von Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi ein. In der Stadt Sleitan starben zwölf Menschen, als Angehörige zweier Stämme am Donnerstagabend aufeinander losgingen.

Lokale Medien sprachen von 40 Verletzten. Das Gefecht hatte begonnen, nachdem ein Angehöriger eines Stammes ein Mitglied des anderen Stammes getötet hatte.

In der Stadt Tarhuna südöstlich von Tripolis beschlagnahmten Truppen der Übergangsregierung mehr als 100 Panzer und 30 Raketenwerfer. Sie gehörten einer Miliz, an deren Loyalität Zweifel aufgekommen seien, hieß es. Angeblich sollen die Drahtzieher einer Anschlagserie, die Anfang der Woche in Tripolis zwei Wachleute das Leben gekostet hatte, zu einer Brigade aus Tarhuna gehören.

Keine Informationen gab es zu den Ergebnissen einer Sitzung des Allgemeinen Nationalkongresses zu Sicherheitsfragen. Das Übergangsparlament hatte am Donnerstag hinter verschlossenen Türen getagt. Übergangsregierungschef Abdel Rahim al-Kib ordnete derweil die Zerstörung des von Nato-Angriffen stark beschädigten ehemaligen Sitzes von Gaddafi in Tripolis an. An der Stelle des Bab-al-Asisija-Komplexes sollten Parks und Kulturzentren entstehen.

amt/DPA DPA

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