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Verschwörungstheorien: Trump: Wenn ich in Pennsylvania verliere, muss es Betrug sein

In Pennsylvania liegt Donald Trump laut Umfragen hinter seiner Konkurrentin Hillary Clinton. Da das natürlich nicht sein kann, wittert der Republikaner schon jetzt einen möglichen Wahlbetrug.

Donald Trump wittert in Pennsylvania Wahlbetrug

Donald Trump bei seiner Rede in Pennsylvania

Der US-Republikaner Donald Trump hinkt nach Umfragen in Pennsylvania, einem der möglicherweise wahlentscheidenden "Swing States", weit hinter seiner Rivalin Hillary Clinton her. Aber in einer Rede am Freitag (Ortszeit) in dem US-Staat sagte der Präsidentschaftsbewerber, er befinde sich "im Aufschwung" - und "der einzige Weg, in Pennsylvania zu verlieren, wäre durch Wahlbetrug".

Trump rief seine Unterstützer bei dem Auftritt in Altoona auf, am Wahltag besonders wachsam zu sein und auf Zeichen von Wahlbetrug zu achten. "Geht herum und beobachtet andere Wahllokale", sagte der Immobilienmogul.

Er finde es "schockierend", dass Wähler in Pennsylvania vor der Stimmabgabe keinen Lichtbildausweis vorlegen müssten. "Wir müssen die Strafverfolgungsbehörden auf den Plan bringen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Sheriffs, die Polizeichefs und alle aufpassen."

Wählerbetrug sehr unwahrscheinlich

Die "Washington Post" merkte dazu an, dass Wählerbetrug durch falsche Identität äußerst selten vorkomme. Eine 2014 veröffentlichte Studie dazu habe einen Zeitraum von 14 Jahren mit mehr als einer Milliarde abgegebener Stimmen erfasst, und es seien nur 31 Betrugsfälle festgestellt worden. 

Während Trump vor einem möglichen Betrug warnt, werden auch immer mehr Warnungen vor ihm ausgesprochen. So teilte am Samstag US-Schauspieler Robert de Niro gegen den Republikaner aus und sagte, dieser solle besser nicht als Präsident kandidieren, er sei "durchgeknallt". "Es ist verrückt, dass die Menschen Donald Trump mögen. Er sollte nicht dort stehen, wo er jetzt ist. Gott stehe uns bei", sagte der 72-Jährige.

Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel zeigte sich besorgt über den Präsidentschafts-Wahlkampf in den USA. "In Amerika passiert etwas, das wir hierzulande im Kleinen mit der AfD erleben", sagte der Vizekanzler den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Da wird ein nationalistischer, spaltender, menschenverachtender Wahlkampf geführt. Ein irrationales Amerika wäre gefährlich für die ganze Welt", warnte der Wirtschaftsminister. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte Trump kürzlich als "Hassprediger" bezeichnet.

vim