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US-Wahlkampfrede: Trump-Anhänger liefern sich Handgemenge mit Latinos

Weil einige Latinos bei einem Auftritt von Donald Trump gegen den US-Präsidentschaftsbewerber demonstriert haben, wurden sie von der Polizei angeführt. Es kam zu Rangeleien zwischen den Trump-Fans und -Gegnern.

Demonstrantin bei Trump

Wenig rücksichtsvoll gegleitet ein Sicherheitsmann eine Demonstrantin von einer Trump-Veranstaltung hinaus

Bei einer Wahlkampfveranstaltung des republikanischen US-Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump ist es zu einem Handgemenge zwischen Anhängern und Gegnern gekommen. Etwa ein Dutzend hispanische Studenten versuchten, Trumps Rede bei einem Auftritt in Richmond im Bundesstaat Virginia durch Zwischenrufe zu stören, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichten. Daraufhin drängelten Teilnehmer der Veranstaltung die jungen Latinos ab, beschimpften sie und entrissen ihnen die Protestschilder. Die Drängelei dauerte mehrere Minuten an. Ein Trump-Anhänger spuckte einem Demonstranten ins Gesicht. Polizisten führten die Demonstranten ab.

Die wenigen bekommen die Schlagzeilen

Trump setzte seine Rede fort und sagte zu seinen Anhängern: "Es sind tausende Menschen im Raum... Dort sind etwa zehn Leute. Aber sie werden die Schlagzeile bekommen." Er habe nicht viel von der Demonstration mitbekommen, sagte Trump anschließend zu AFP. Eine Demonstrantin sagte, nachdem sie von Polizisten aus dem Saal geführt worden war, die Studenten wollten Trump mit den Themen Rassismus und Einwanderung konfrontieren. Niemand sei verletzt oder festgenommen worden, fügte sie hinzu.

Demonstrant bei Trump

Drohgebärden: Auch dieser Trump-Gegner kam mit den Trump-Anhängern offenbar ins Gehege


Trump hat eine kompromisslose Einstellung gegenüber Einwanderern. Sollte er ins Weiße Haus einziehen, will er nach eigenen Angaben illegal eingereiste Menschen ausweisen und eine Mauer entlang der Grenze zu Mexiko errichten. Außerdem will er das Recht, durch Geburt in den USA automatisch die US-Staatsbürgerschaft zu erhalten, abschaffen. Trump führt im Rennen um das Weiße Haus das Bewerberfeld der Republikaner an. Bei den Demokraten hat die ehemalige First Lady und Ex-Außenministerin Hillary Clinton laut Umfragen die besten Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur.

nik/AFP