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Getreide-Export aus Ukraine "Enge Korridore": Kapitän von Getreidefrachter schildert Fahrt durch "gefährliche Gewässer"

Sehen Sie im Video: Kapitän von Getreidefrachter schildert Fahrt durch "gefährliche Gewässer".




Das Schiff Polarnet hatte am Montag in der türkischen Hafenstadt Derince bei Izmit angedockt. Gekommen war es mit rund 12.000 Tonnen Mais aus dem südukrainischen Tschornomorsk bei Odessa. Dort hatte es zuvor monatelang bewegungslos vor Anker gelegen. Doch auf der Grundlage eines von der Türkei und den Vereinten Nationen vermittelten Abkommens über die Getreide-Exporte auf dem Seeweg ist nun der Transport aus der Ukraine wieder möglich geworden. Doch es bleibt gefährlich. Der türkische Kapitän des Schiffes Polarnet Ahmet Yucel Alibeyler beschreibt die Fahrt: "Es gibt Korridore, die von den Gefahrenzonen und Minenfeldern getrennt sind. Wir fuhren als Konvoi aus drei Schiffen und wurden von einem weiteren Boot mit einem Seelotsen erst in Richtung Nordosten nach Odessa begleitet. Wir navigierten dann mehrere kurze Strecken durch enge Korridore. Bis die Schiffe an einem Ort zusammentrafen. Danach fuhren wir unter Begleitung des Lotsen-Bootes nach Süden, bis wir die gefährlichen Gewässer hinter uns gelassen hatten." In dem Abkommen zwischen Russland und der Ukraine wurde ein gemeinsames Koordinierungszentrum beschlossen, mit Sitz in Istanbul. Es überwacht das Einfahren und Auslaufen aus drei ukrainischen Häfen. Und es gibt die Routen vor, damit die verminten Gebiete sicher umfahren werden können. In Istanbul werde die Schiffe dann auch noch nach versteckten Waffen und Soldaten kontrolliert.
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Gekommen war das Schiff "Polarnet" mit rund 12.000 Tonnen Mais aus dem südukrainischen Tschornomorsk bei Odessa. Angekommen ist es dann im türkischen Derince bei Izmit.

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