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Mögliche Kehrtwende in Washington USA erwägen Waffenlieferungen an Kiew


In der Ukraine-Politik der USA ist offenbar ein Kurswechsel möglich: Laut "New York Times" sind Außenminister John Kerry und ranghohe Militärs offen für eine Diskussion über Waffenlieferungen an Kiew.

Die USA erwägen offenbar nun doch, die Ukraine mit Waffen zu beliefern. Sowohl Außenminister John Kerry, der am Donnerstag nach Kiew reisen will, als auch Generalstabschef Martin Dempsey seien "offen" für Gespräche über Waffenlieferungen an die ukrainischen Regierungstruppen, berichtete die "New York Times" am Sonntag. Demnach befürwortet auch die Sicherheitsberaterin von US-Präsident Barack Obama, Susan Rice, derlei Diskussionen.

Ein unabhängiger Bericht, der im Laufe des Tages offiziell veröffentlicht werden soll, werde der US-Regierung empfehlen, der Ukraine bei ihrem Kampf gegen die Separatisten Defensivwaffen und Ausrüstung im Wert von drei Milliarden Dollar (2,65 Milliarden Euro) zur Verfügung zu stellen, darunter Panzerabwehrraketen, Aufklärungsdrohnen und Humvee-Jeeps, so die Zeitung. Erarbeitet haben den Bericht acht frühere ranghohe US-Regierungsmitarbeiter und Militärs.

Die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der USA, Bernadette Meehan, sagte der Zeitung dazu, der Fokus liege weiterhin auf einer "diplomatischen Lösung" des Ukraine-Konflikts. Gleichwohl würden regelmäßig auch "andere Optionen" geprüft, die die Grundlage für eine Lösung bilden könnten. Washington unterstützt Kiew bislang mit sogenanntem nicht-tödlichen Material wie Panzerausrüstung, medizinischer Hilfe und technischen Suchgeräten.

Russland wird vorgeworfen, die prorussischen Rebellen im Osten der Ukraine militärisch zu unterstützen. Sie kämpfen in der Region erbittert gegen die ukrainische Armee.

mad/DPA/AFP DPA

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