US-Luftangriff Topterrorist al Sarkawi getötet


Der gesuchte Terrorist und irakische al-Kaida-Anführer Abu Mussab al Sarkawi ist bei einem US-Luftangriff ums Leben gekommen. Nicht nur die irakische Regierung gibt sich erleichtert.

Der meistgesuchte Terrorist im Irak, Abu Mussab al Sarkawi, ist nach amerikanischen und irakischen Angaben getötet worden. Regierungschef Nuri al Maliki gab in einer Pressekonferenz in Bagdad unter lautem Applaus bekannt, der Anführer der al-Kaida-Terroristen im Irak sei bei einem Angriff nördlich von Bakuba ums Leben gekommen. Den Angaben zufolge wurde der 39-Jährige am Vorabend zusammen mit sieben seiner Komplizen bei einem US-Luftangriff getötet. Die irakischen Sicherheitskräfte hätten bei der Vorbereitung des Angriffs Hilfe geleistet.

US-Botschafter Salmay Khalilzad sprach von einem ein guten Zeichen für den Irak und den neuen Ministerpräsidenten. Er gratuliere Maliki zu dem Erfolg und rief alle Iraker auf, sich nun hinter ihrem Regierungschef zu einen. Nach Informationen des Nachrichtensenders CNN wurde der aus Jordanien stammende Terrorist an Hand von Fingerabdrücken und seinen Narben identifiziert. Der Kommandeur der US-Truppen im Irak, General George Casey, kündigte an, dass im Laufe des Donnerstags Fotos veröffentlicht würden.

Der britische Premierminister Tony Blair hat den Tod al Sarkawi als "Schlag für al Kaida im Irak" bezeichnet. Die Bekanntgabe seines Todes sei eine sehr gute Nachricht, sagte Blair vor Kabinettsmitgliedern in London. Der Regierungschef würdigte zugleich die Arbeit der Koalitionstruppen im Irak und die demokratisch gewählte Regierung des Landes. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos sagte bei einem Besuch in Israel: "Wenn ein internationaler Terrorist ausgeschaltet wird, ist das immer eine gute Nachricht."

Abu Mussab al Sarkawi hatte nach dem Sturz des Saddam-Regimes im Irak eine Terrororganisation mit dem Namen al Tawhid wa al Dschihad (Religiöse Einheit und Heiliger Krieg) gegründet. Im vergangenen Oktober erklärte der in seiner Heimat Jordanien zum Tode verurteilte Terrorist seine Loyalität zum Anführer des Terrornetzwerks al Kaida, Osama bin Laden, und benannte seine Gruppe um in "al Kaida im Zweistromland". Er war der meistgesuchte Terrorist des Landes. Einige der blutigsten Anschläge der vergangenen drei Jahre sollen auf sein Konto gehen. Er soll auch die Selbstmordanschläge in drei Hotels in Amman im vergangenen Jahr angeordnet haben.

Reuters Reuters

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