US-Präsidentschaftswahlkampf Obama mit Cheney verwandt


Es ist keine enge Verwandtschaft, dafür eine pikante. Barack Obama, Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten ist mit dem erzkonservativen Vizepräsidenten Dick Cheney verwandt. "In jeder Familie gibt es ein schwarzes Schaf", sagte ein Kommentator.

Der liberale Politiker Barack Obama ist um acht Ecken mit dem rechtskonservativen US-Vizepräsidenten Dick Cheney verwandt. Dieses überraschende Detail entdeckte Lynne Cheney, die Frau des Vizepräsidenten, bei Recherchen für ihr Buch "Blue Skies, No Fences". Der Präsidentschaftsbewerber der Demokratischen Partei und der rechte Flügelmann der Republikaner sind der Autorin zufolge Cousins achten Grades.

"Das ist eine wundersame amerikanische Geschichte", sagte Lynne Cheney dem Fernsehsender MSNBC. Gemeinsamer Vorfahr der beiden Politiker ist Mareen Duvall, der Sohn eines französischen Hugenotten. In ihrem Buch, das Kindheitserinnerungen an Wyoming zum Thema hat, verzichtet Lynne Cheney jedoch auf eine Erwähnung der verwandtschaftlichen Beziehung. Ein Sprecher Obamas, der der erste US-Präsident mit dunkler Hautfarbe werden will, reagierte mit ironischem Unterton auf die Enthüllung der Verwandtschaft: "In jeder Familie gibt es ein schwarzes Schaf", sagte Bill Burton.

Obama hinkt weit hinterher

Die Verwandtschaft zu dem erzkonservativen Cheney ist eine Petitesse ohne politische Relevanz. Wichtiger für Obama dürfte schon sein, dass er ím Rennen der Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur meilenweit hinter Hillary Clinton zurückgefallen ist. Die Senatorin aus New York konnte ihren Vorsprung im eigenen Lager immer mehr ausbauen. Laut einer Umfrage des Senders CNN liegt Clinton im parteiinternen Rennen um die Spitzenkandidatur zurzeit mit 51 Prozent vorn. Das ist ein Zuwachs von sechs Prozentpunkten innerhalb nur eines Monats und das erste Mal, dass mehr als die Hälfte der Befragten ihr den Zuschlag gaben. Obama kommt lediglich auf 21 Prozent - und belegt so den zweiten Platz.

Auf der republikanischen Seite führt der ehemalige New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani weiterhin mit 27 Prozent. Ihm folgt der frühere Senator aus Tennessee, Fred Thompson, der der Umfrage zufolge innerhalb eines Monats von 27 auf 19 Prozent absackte. Er liegt nun nur noch knapp vor Senator John McCain aus Arizona (17 Prozent).

AP, DPA AP DPA

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