US-Regierung Bundeswehr soll nach Süd-Afghanistan


Die US-Regierung will, dass deutsche Soldaten im Süden Afghanistans zum Einsatz kommen. Die Bundesregierung hat bisher eine solche Entsendung strikt abgelehnt.

Die US-Regierung hat die Bundesrepublik aufgefordert, deutsche Soldaten auch im umkämpften Süden Afghanistans einzusetzen. "Die Nato muss flexibler sein bei der Verschiebung von Truppen von einer Region in die andere", sagte US-Außenstaatssekretär Nicholas Burns in einer Videoschaltkonferenz mit einer Sicherheitskonferenz der Zeitung "Welt am Sonntag" in Berlin.

Er appellierte an Deutschland und Frankreich, dass ihre im Norden und im Zentrums des Landes stationierten Soldaten den Truppen aus den USA, Großbritannien, Kanada und den Niederlanden zeitweise helfen könnten. Im Süden und Osten Afghanistans hätten diese Nationen den Großteil der Kämpfe zu tragen, sie stünden Tausenden Kämpfern der radikal-islamischen Taliban gegenüber.

Die Nato-Friedenstruppe Isaf ist seit der Übernahme des Kommandos im Süden des Landes in einen Bodenkrieg gegen Taliban-Kämpfer verwickelt. Deutschland war in den vergangenen Wochen zunehmend unter Druck geraten, Soldaten in den Süden zu schicken. Die Bundesregierung hat dies bisher abgelehnt mit Verweis darauf, dass im ruhigeren Norden schon knapp 2900 deutsche Soldaten im Einsatz seien. Außerdem unterstütze die Bundeswehr die Truppen im Süden zeitweise beim Lufttransport.

Reuters Reuters

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