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US-Sanktionen gegen Nordkorea: Clinton ruft Pjöngjang zu Politikwechsel auf

Die USA verhängen nach Angaben von Außenministerin Hillary Clinton neue Sanktionen gegen Nordkorea. Damit solle den nuklearen Bestrebungen der Regierung in Pjöngjang Einhalt geboten werden, sagte Clinton am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Seoul.

Die USA wollen nach Angaben von Außenministerin Hillary Clinton neue Sanktionen gegen das kommunistische Nordkorea verhängen. Sie seien Teil der Maßnahmen, um Nordkorea an der Weitergabe von Massenvernichtungswaffen zu hindern, sagte Clinton am Mittwoch nach Gesprächen mit der südkoreanischen Regierung in Seoul. Ziel sei es, illegale Aktivitäten des Regimes in Pjöngjang zur Finanzierung seiner Waffenprogramme zu stoppen und "weitere Provokationen zu verhindern".

Clinton und US-Verteidigungsminister Robert Gates waren zuvor zu einem gemeinsamen Treffen mit ihren südkoreanischen Amtskollegen, Außenminister Yu Myung Hwan und Verteidigungsminister Kim Tae Young, zusammengekommen. Sie besuchten die innerkoreanische Grenze, die die beiden verfeindeten koreanischen Staaten trennt. Clinton rief den kommunistischen Norden zu einem politischen Kurswechsel auf, um die Isolation hinter sich zu lassen. Zugleich lobte sie den Süden, der seit dem Koreakrieg (1950-53) "außergewöhnliche Fortschritte" gemacht habe, und sicherte dem Bündnispartner die fortwährende Unterstützung Washingtons zu.

Tags zuvor hatten die USA und Südkorea für den kommenden Sonntag den Beginn eines viertägigen Manövers angekündigt. Die Militärübungen seien "eine klare Botschaft an Nordkorea, dass es seine aggressive Haltung aufgeben muss", erklärten Gates und sein Kollege Kim Tae-Young. Offenbar ist das Manöver eine weitere Reaktion auf die angespannte Sicherheitslage in der Region. Südkorea wirft seinem nördlichen Nachbarland vor, Ende März ein südkoreanisches Kriegsschiff versenkt zu haben.

APN/DPA / DPA