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Nordkorea warnt: Südkorea gefährdet "Frieden und Sicherheit der ganzen Welt"

Ein nordkoreanischer Regierungsvertreter hat die USA und Südkorea vor dem Abhalten eines gemeinsamen Militärmanövers gewarnt.

Nordkorea hat die geplanten Militärmanöver Südkoreas und der USA vor seiner Küste als Gefahr für den Weltfrieden kritisiert. "Solche Übungen stellen eine große Gefahr, nicht nur für den Frieden und die Sicherheit der koreanischen Halbinsel, sondern für Frieden und Sicherheit der Welt dar", sagte ein Sprecher der nordkoreanischen Delegation bei einem Treffen der südostasiatische Staatengemeinschaft (ASEAN) am Donnerstag in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. Die Manöver der USA und Südkorea sollen am Sonntag im Japanischen Meer beginnen. Hintergrund ist der Untergang eines südkoreanischen Schiffs, das Ende März vermutlich durch Nordkorea versenkt wurde.

Ziel sei es, Nordkorea eine "starke Botschaft" zu übermitteln, erklärten Südkorea und die USA zu der Übung am Dienstag. Die US-Regierung betonte am Mittwoch, die Manöver hätten zwar "defensiven" Charakter, sollten aber abschreckend auf Nordkorea wirken. Bei dem Untergang der südkoreanischen Korvette waren im Gelben Meer 46 Seeleute ums Leben gekommen. Eine internationale Untersuchung ergab, dass das Schiff von einem nordkoreanischen Torpedo versenkt wurde. Pjöngjang bestreitet jedoch vehement jegliche Verwicklung und lehnt eine Entschuldigung ab.

Derweil hat Nordkorea Seoul darüber informiert, dass es ab Donnerstagmorgen Wasser aus einem Staudamm in einen in den Süden fließenden Fluss abzuleiten plant. Pjöngjang habe für die Mitteilung eine militärische Hotline genutzt, erklärte das südkoreanische Vereinigungsministerium. Eine ähnliche Ankündigung erging bereits am Sonntag. Zur Begründung wurden heftige Regenfälle genannt.

Im vergangenen September hatte Nordkorea ohne Vorwarnung eine große Menge Wassers aus dem Staudamm in den Fluss Imjin abgelassen. Dabei entstand eine Flutwelle, der in Südkorea sechs Menschen zum Opfer fielen. Das Ministerium in Seoul erklärte am Donnerstag, die nötigen Vorkehrungen seien getroffen worden.

AFP/Reuters/APN / Reuters